Geschichte der russischen Revolution

Leo Trotzki · 1931 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Geschichte der russischen Revolution
Autor(en): Leo Trotzki
Originaltitel: История русской революции
Originalsprache: russisch
Erstveröffentlichung: 1931
Schlagwörter: Revolution, Sowjet, Februar, Oktober
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: MEHRING Verlag


Umfang dieser Ausgabe: 900 Seiten
ISBN: 9783886340873
Verweise


Geschichte der russischen Revolution erschien 1931 und 1933 in zwei Bänden, geschrieben im türkischen Exil. Leo Trotzki erzählt Februar und Oktober 1917 als eine Bewegung der Massen, die die Partei findet, und als eine Partei, die die Massen nicht ersetzt – eine These gegen Stalin und gegen die, die 1917 nur Putsch lasen. Das Buch hat der Revolution das Epos des Unterlegenen gegeben: der Organisator, der die Geschichte schreibt, nachdem die Geschichte ihn verstoßen hat.

Inhalt

Trotzki beginnt beim Februar, den die Bolschewiki nicht gemacht haben, und endet beim Oktober, den sie machten, weil die Lage reif war und weil sie die einzige Kraft waren, die die Lage beim Namen nannte. Die Sowjets, die Front, die Bauern, Kerenski, Lenin, der zurückkehrt: Die Erzählung ist dramatisch und soziologisch in einem. Gegen Lenins Was tun?, das die Partei von oben baut, setzt Trotzki hier die Behauptung, 1917 habe die Geschichte die Partei eingeholt, nicht nur die Partei die Geschichte. Das ist Selbstrettung und Analyse. Wer nur den Feldherrn der Roten Armee sucht, findet den Historiker, der Szenen bauen kann.

Der Ton ist der eines Mannes, der dabei war und sich nicht als Held der Szene einsetzt, öfter als man erwartet – und sich doch als der versteht, der verstand. Gegen die stalinistische Geschichtsschreibung, die 1917 zur Vorgeschichte Stalins macht, setzt Trotzki die kollektive Krise, in der Namen fallen, weil Lagen sie brauchen. Reed hatte die zehn Tage als Reportage geschrieben; Trotzki schreibt das Jahr als Theorie der ungleichmäßigen Entwicklung, die in Russland den schwächsten Knoten des Kapitalismus traf. Die These ist marxistisch und gegen den Marxismus, der Stufen einhält: Die Rückständigkeit wird zur Bedingung des Sprungs.

Die Grenzen liegen in der Blindheit für das, was nach 1921 aus der Partei wurde – Trotzki sieht den Verrat, nicht immer die Form, die er mitgebaut hat. Luxemburg hatte schon 1918 gewarnt; Trotzki schreibt 1931 und hält den Oktober fest, als wäre die Warnung eine spätere Verunreinigung. Wer nur den Antistalinisten sucht, hat die Rechtfertigung des Terrors der Kriegsjahre nicht gelesen. Wer nur den Terror sucht, unterschlägt das Epos, ohne das 1917 eine Palastgeschichte bliebe. Das Buch bleibt das lesbarste Dokument der Revolution von einem, der sie führte und verlor.

Einordnung

Trotzki hat der russischen Revolution die Geschichte des Besiegten hinterlassen, neben Lenins Kaderpartei und Reeds zehn Tagen. Lukács’ Geschichte und Klassenbewusstsein bleibt ungarischer Nachbar: dort die Theorie, hier die Erzählung derselben Jahre. Die Wirkung zeigt sich an Generationen, die 1917 gegen Stalin retteten, indem sie Trotzki lasen – oft ohne die Gewalt, die im Text nicht fehlt. Wer nach 1931 Oktober sagt und Massen meint, spricht Trotzki. Die Verbannung hat das Buch nicht widerlegt; sie hat es zum Testament gemacht.

Ideen

Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.

Revolution (wichtig)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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