Globalisten

Quinn Slobodian · 2018 · Sachbuch, Geschichte


Das Werk
Deutscher Titel: Globalisten
Autor(en): Quinn Slobodian
Originaltitel: Globalists
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2018
Schlagwörter: Neoliberalismus, Weltwirtschaft, Demokratie, Ordnung
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp


Umfang dieser Ausgabe: 430 Seiten
ISBN: 9783518429143
Verweise


Globalisten. Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus erschien 2018, deutsch bei Suhrkamp. Quinn Slobodian erzählt den Neoliberalismus nicht als Marktprediger der Chicagoer Schule allein, sondern als Projekt von Juristen und Ökonomen in Genf und Wien, die die Weltwirtschaft vor demokratischen Mehrheiten schützen wollten: Verträge, Schiedsgerichte, die Einhegung des Nationalstaats. Das Buch ist Geschichte der Ideen und Institutionen.

Inhalt

Slobodian folgt Mises, Hayek, Röpke und den Genfer Institutionen der Zwischenkriegszeit in die Nachkriegsordnung. Der Feind ist nicht der Staat schlechthin, sondern der Staat, der auf Druck der Massen Eigentum und Handel bricht. Globalismus heißt hier: eine Ordnung über den Völkern, die Kapitalbewegungen sichert. Der Ton ist historisch, mit Archiven, gegen die Karikatur, Neoliberale wollten nur den Nachtwächter. Sie wollten Regeln, nur andere.

Unsicher bleibt, wie weit Genf die Gegenwart erklärt. Kritik nannte Überzeichnung einer Schule, Unterschätzung anderer Kapitalismen. Die Stärke ist die Verschiebung: nicht Deregulierung als Natur, sondern Regulierung zugunsten des Marktes. Die Schwäche ist die Gefahr, aus einer Ideengeschichte die einzige Ursache der Globalisierung zu machen.

Wer nur 1990 sucht, findet 1920. Wer nur Hayek sucht, findet das Völkerrecht des Handels. Tooze erzählt die Krise; Slobodian erzählt die Architektur, die Krisen überleben sollte.

Einordnung

Slobodian hat der Neoliberalismusforschung die Weltwirtschaftsordnung als Verfassungsprojekt gegeben. Wer nach 2018 über Globalisierung spricht, ohne nur Kultur zu meinen, trifft oft diese Globalisten. Geschichte heißt hier: die Einhegung der Demokratie durch Verträge – prüfbar an Akten, nicht an Schimpf.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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