Godaan

Premchand · 1936 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Godaan
Autor(en): Premchand
Originaltitel: गोदान
Originalsprache: Hindi
Erstveröffentlichung: 1936
Schlagwörter: Dorf, Kuh, Schulden, Nordindien
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Manohar


Umfang dieser Ausgabe: 352 Seiten
ISBN:
Verweise


Godaan ist der 1936 erschienene letzte vollendete Roman von Premchand, auf Hindi, der Titel nach der Schenkung einer Kuh als letzte Pflicht des Hindus. Hori, Kleinbauer in einem Dorf bei Lucknow, will eine Kuh besitzen, wie es der Stand verlangt, und gerät in Schulden, aus denen er nicht mehr herauskommt. Das Buch gilt als der indische Dorfroman schlechthin: Panchayat, Brahmane, Geldverleiher, die Stadt als Fabrik, die Frau Dhaniya, die härter ist als der Mann. Deutsche Übersetzungen liefen unter demselben Titel; eine lesbare Ausgabe findet sich in indischen Häusern und älteren DDR-Verlagen.

Inhalt

Hori kauft die Kuh auf Kredit. Der Bruder Heera vergiftet sie aus Neid; Hori deckt ihn, weil die Familie nach außen halten muss, und zahlt trotzdem. Der Brahmane, der Patron, der Dorfrat: Jeder nimmt seinen Teil. Dhaniya schimpft, arbeitet, weigert sich, die Tochter Gobar zu verstoßen, als die schwanger wird. Gobar geht in die Stadt, wird Arbeiter, kehrt mit anderen Sitten, reicht nicht. Premchand führt parallel die städtischen Herren: den Fabrikanten, den Professor, die Salonreden über Nation und Reform, die das Dorf nicht erreichen.

Das Dorf ist keine Idylle. Unberührbarkeit, Mitgift, die Polizei, die Hungersnot als Normalzustand. Hori stirbt, ohne die Kuh ersetzen zu können, die die letzte Pflicht gewesen wäre. Dhaniya legt dem Toten ihre letzten Münzen hin – das godaan, das sie nicht mehr als Tier hat. Premchand, der die Reform wollte, lässt den Bauern nicht zum Helden der Bewegung werden. Er lässt ihn sterben, wie Bauern sterben: erschöpft, ehrenhalber ruiniert, ohne dass die Stadt es merkt.

Die Nebenfiguren tragen die Breite: die Prostituierte, der Priester, der junge Nationalist. Wer nur die Anklage des Geldverleihs sucht, unterschlägt Dhaniya. Wer nur das nationale Epos sucht, unterschlägt, dass Premchand die Herren in Lucknow nicht besser findet als das Panchayat. Das Buch ist realistisch, geduldig, ohne Wunder. Die Kuh ist nicht Symbol allein; sie ist Milch, Prestige, Schuld und Totenritus.

Einordnung

Premchand hat der Hindi-Prosa das Dorf gegeben, das weder Folklore noch nur Opfer ist. Neben Tagores bengalischen Debatten steht Godaan als die nordindische Erde: weniger Salon, mehr Pflug. Wer nach 1936 über Bauern, Kaste und den indischen Roman spricht, spricht hinter Hori. Der Autor starb im selben Jahr; das Buch blieb das Testament. Die Verfilmungen haben Gesichter geliefert; die Prosa bleibt die Rechnung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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