Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft |
| Autor(en): | Ferdinand de Saussure |
| Herausgeber: | Charles Bally, Albert Sechehaye |
| Originaltitel: | Cours de linguistique générale |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1916 |
| Schlagwörter: | Zeichen, System, Langue, Synchronie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Sprachwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | de Gruyter
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| Umfang dieser Ausgabe: | 347 Seiten |
| ISBN: | 9783110870183 |
| Verweise | |
Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft (französisch Cours de linguistique générale) ist das 1916 aus Vorlesungsnachschriften herausgegebene Werk von Ferdinand de Saussure, die Gründung der Sprachwissenschaft als Lehre vom System. Zeichen sind willkürlich und gelten durch Differenz; Langue ist das Soziale, Parole das Einzelne; Synchronie geht der Geschichte methodisch vor. Die Prager Schule hat dieses Buch nicht geschrieben, aber auf ihm gebaut. Es steht hier als Grundlage, nicht als Prager Produkt.
Inhalt
Saussure löst die Sprache aus der Philologie der Ursprünge. Was zählt, ist der Zustand, in dem Zeichen einander halten, wie Figuren auf dem Brett. Das Signifikat ist nicht das Ding, das Signifikant nicht der Laut; beide sind Seiten eines Werts im System. Diachronie erklärt Wandel, erklärt aber nicht, wie Bedeutung jetzt funktioniert. Wer Etymologie für Verstehen hält, hat die Synchronie unterschlagen.
Das Buch ist ein von Schülern hergestelltes, nicht das Manuskript des Lehrers; die Autorschaft ist seither bestritten und doch unersetzlich. Prag, Kopenhagen, der Strukturalismus, Lotman: alle gehen durch diese Unterscheidungen. Die Kritik hat den Stillstand der Synchronie, die Vernachlässigung der Rede, die Willkür des Zeichens als Dogma genannt. Geblieben ist das Vokabular, ohne das das 20. Jahrhundert über Sprache nicht gesprochen hätte.
Bally und Sechehaye haben geordnet, was Saussure in Genf dachte. Die Prager Thesen von 1929 nehmen Funktion und System auf und setzen die Lautopposition dagegen, die Saussure nur skizzierte. Wer Prag ohne Genf erzählt, erzählt eine Schule ohne Boden.
Einordnung
Saussure hat der Prager Schule das System gegeben, das Trubetzkoy am Phonem und Mukařovský an der ästhetischen Funktion schärfte. Die Tartuer Semiotik, Barthes, die Literaturwissenschaft der Struktur laufen über dasselbe Buch. Neben den Grundzügen der Phonologie steht es als der Text, den Prag voraussetzt. Wer nach 1916 über Zeichen spricht, ohne Differenz, spricht hinter diesem Cours.
Ideen
Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.
Sprache (wichtig) · Zeichen (wichtig)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
