Heinrich von Ofterdingen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Heinrich von Ofterdingen |
| Autor(en): | Novalis |
| Originaltitel: | Heinrich von Ofterdingen |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1802 |
| Schlagwörter: | Blaue Blume, Poesie, Traum, Mittelalter |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 293 Seiten |
| ISBN: | 9783150141847 |
| Verweise | |
Heinrich von Ofterdingen ist der unvollendete Roman von Novalis, 1802 aus dem Nachlass von Friedrich Schlegel und Ludwig Tieck herausgegeben. Der junge Heinrich träumt von einer blauen Blume, reist mit der Mutter von Eisenach nach Augsburg und wird in die Poesie eingeweiht, als wäre sie eine Religion. Novalis, eigentlich Friedrich von Hardenberg, hat den Gegenentwurf zu Goethes Wilhelm Meister gewollt: Bildung nicht in die Welt hinaus, sondern nach innen.
Inhalt
Heinrich, in Eisenach, hört die Kaufleute von Dichtern reden und träumt in der Nacht die blaue Blume, in deren Kelch ein Gesicht schwimmt. Die Sehnsucht ist kein Schmuck, sie ist der Auftrag. Mit der Mutter reist er nach Augsburg zum Großvater; unterwegs erzählen die Kaufleute vom Dichter Arion, ein Bergmann vom Inneren der Erde, ein Einsiedler von Kreuzfahrern und vergangener Zeit. Jede Begegnung ist eine Lehre, die nicht als Lehre auftritt: Die Welt zeigt sich als Buch, das Heinrich lesen lernt.
In Augsburg trifft er den Dichter Klingsohr und dessen Tochter Mathilde. Die Liebe zu Mathilde und die Dichtung sind dasselbe Geschäft. Klingsohr erzählt das Märchen von Eros, Fabel, Sophie und dem Schreiber: die Poesie besiegt den Frost, die Zahlen und den Tod, indem sie erzählt. Heinrich und Mathilde finden zueinander; der erste Teil, »Die Erwartung«, schließt mit diesem Glück, das der zweite Teil nicht mehr halten wird. Novalis hat »Die Erfüllung« nur skizziert.
Was vom zweiten Teil steht, ist Fragment: Mathilde stirbt, Heinrich wandert weiter, Stimmen und Verwandlungen, eine Welt, in der die Toten sprechen. Tieck hat aus den Zetteln einen Bericht gemacht, der den Plan andeutet, ohne ihn zu ersetzen. Der Roman bleibt die Reise zu einer Blume, die nicht gepflückt, nur gesucht wird. Wer einen abgeschlossenen Bildungsroman will, findet den Abbruch; wer die Frühromantik in einem Bild sucht, findet es hier, und das Bild ist unfertig, weil die Sache es ist.
Einordnung
Novalis hat gegen Wilhelm Meister die Poesie zum Organ der Welterzeugung gemacht. Die blaue Blume ist nicht Schwärmerei, sondern das Zeichen, dass das Innere die Welt potenziert, nicht verlässt. Neben den Fragmenten des Blüthenstaub ist der Roman die erzählte Form derselben Behauptung. Gegen Faust steht nicht der Pakt, sondern die Einweihung; gegen den Werther nicht die Verzweiflung, sondern eine Religiosität ohne kirchlichen Zwang. Wer nur die Blume zitiert, hat Klingsohrs Märchen nicht gelesen. Wer nach Novalis über Dichtung als Organ der Welt spricht, spricht hinter diesem unfertigen Buch.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
