Identitti
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Identitti |
| Autor(en): | Mithu Sanyal
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2021 |
| Schlagwörter: | Identität, Hochschule, Fälschung, Postkolonialismus |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Hanser
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| Umfang dieser Ausgabe: | 432 Seiten |
| ISBN: | 9783446269217 |
| Verweise | |
Identitti erschien 2021 bei Hanser. Mithu Sanyal erzählt eine Düsseldorfer Professorin für Postkolonialismus, die als nichtweiß gilt, bis sich herausstellt, dass ihre Herkunft erfunden ist – und eine Studentin, Nivedita, die den Skandal twittert, denkt, liebt, zerreißt. Der Roman ist Komödie der Identität, ohne den Streit lächerlich zu machen.
Inhalt
Saraswati steht für Theorie, die Haut zur Wahrheit macht; Nivedita für die Sehnsucht, richtig zu sein in einem Feld, das richtig und falsch unerbittlich sortiert. Als die Lüge auffliegt, zerfällt nicht nur eine Karriere, sondern ein Weltbild: Wer darf sprechen, wer darf weinen, wer verdient die Bühne. Göttinnen, WhatsApp, Seminar, eine Mutter in Indien, Deutschland als Provinz der Moral – der Ton ist schnell, witzig, essayistisch im Dialog, näher am Streitgespräch als am stillen Innenleben.
Sanyal kennt die Theorie, weil sie sie selbst geschrieben hat, und kennt die Peinlichkeit, weil der Roman sie aushält. Unsicher bleibt, ob die Komödie versöhnt oder nur alle bloßstellt. Die Stärke ist die Weigerung, den Skandal als einfache Entlarvung zu erzählen: Die erfundene Herkunft ist Betrug, die Fragen, die Saraswati stellte, bleiben. Die Schwäche, die Kritik nannte, ist die Überfülle an Diskurs, die Figuren zu Mundstücken macht.
Wer nur Cancel Culture sucht, findet einen Roman, der den englischen Debattenbegriff einmal als Netzgeschehen zeigt und dann auf Deutsch weitergeht: öffentliche Ächtung, Ausschluss, die Moral der Timeline. Wer nur Theorie sucht, findet eine Studentin, die Hunger hat. Identitti – der Spitzname – ist Zärtlichkeit und Waffe.
Einordnung
Neben Daubs Essay über denselben Streit und neben Otoo steht Sanyal als die, die Hochschule und Netz in Prosa zwingt. Der Roman wurde zum Ereignis, weil er von innen kommt und nicht schont. Wer nach 2021 über Identität spricht, ohne nur Partei zu nehmen, hat hier Material – nicht die Lösung. Roman heißt hier: den Jargon essen und verdauen, bis Personen übrigbleiben.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
