Im Zeitalter der Identität

Yascha Mounk · 2023 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Im Zeitalter der Identität
Autor(en): Yascha Mounk
Originaltitel: The Identity Trap
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2023
Schlagwörter: Identität, Gleichheit, Liberalismus, Kultur
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Klett-Cotta


Umfang dieser Ausgabe: 512 Seiten
ISBN: 9783608986990
Verweise


Im Zeitalter der Identität. Der Aufstieg einer gefährlichen Idee erschien 2023 als The Identity Trap, deutsch 2024 bei Klett-Cotta. Yascha Mounk behauptet, eine neue Identitätspolitik – Herkunft als vorrangige Wahrheit, Skepsis gegen universale Rechte, getrennte Räume – verrate die Errungenschaften des Liberalismus, die gerade Minderheiten geschützt hätten. Das Buch ist Streitschrift eines Liberalen, der Diskriminierung ernst nimmt und die Therapie für gefährlich hält.

Inhalt

Mounk zeichnet eine Ideenlinie von postkolonialer Theorie, Standpunkttheorie und Teilen der amerikanischen Hochschulkultur in die Institutionen: Schulen, Behörden, Unternehmen, die Herkunft zum Filter der Rede machen. Die »Falle« sei, Ungerechtigkeit bekämpfen zu wollen, indem man Gruppen festschreibt, die der Universalismus gerade durchlässig machen sollte. Dagegen stellt er gleiche Rechte, Durchlässigkeit, die Freiheit, nicht auf die Herkunft reduziert zu werden. Der Ton ist klar, mit Fällen aus den USA, weniger aus der deutschen Provinz, polemisch gegen Jargon, der Macht als Wissen ausgibt.

Unsicher bleibt, wie weit die amerikanische Hochschule die Bundesrepublik erklärt. Kritik nannte Übertreibung, Unterschätzung von Rassismus, Anschluss an eine Debatte, die Minderheitenrechte als Übertreibung liest. Mounk kennt den Vorwurf und hält an der Falle fest, weil ohne Universalismus der Schutz von Minderheiten zur Gnade der Gruppe wird. Die Stärke ist die Erinnerung, dass Bürgerrechte gegen Zuschreibung erkämpft wurden. Die Schwäche ist die Gefahr, aus schlechten Seminaren ein Zeitalter zu machen.

Wer nur Kulturkampf sucht, findet Liberalismus. Wer nur Liberalismus sucht, findet 2023, nicht 1964. Das Buch gehört neben Deneen, der denselben Liberalismus für gescheitert hält, als der andere Pol: nicht zu viel Freiheit, zu wenig Universalität in der neuen Moral.

Einordnung

Mounk hat der Mitte ein Wort gegeben – Identitätsfalle –, das die Rechte grober benutzt, als er erlaubt. Wer nach 2023 über Herkunft als Wahrheit spricht, muss dieses Buch aushalten oder widerlegen. Politik heißt hier: Gleichheit gegen Festschreibung, mit dem Risiko, dass die Diagnose den Streit um Diskriminierung als bloße Mode abtut. Lesen heißt beides prüfen: die Fälle und die Verallgemeinerung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.