Leider ist der Wind ein Nachbar
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Leider ist der Wind ein Nachbar |
| Autor(en): | Mahmud Darwisch |
| Originaltitel: | لماذا تركت الحصان وحيدا |
| Originalsprache: | arabisch |
| Erstveröffentlichung: | 1995 |
| Schlagwörter: | Palästina, Exil, Vers, Wind |
| Sachgebiete: | Versepos |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 160 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Leider ist der Wind ein Nachbar ist der deutsche Titel einer Auswahl der späten Gedichte von Mahmud Darwisch, in denen das Exil den Wind zum Mitbewohner macht, nicht zum Landschaftsbild. Darwisch, 1941 in al-Birwa geboren, 2008 in Houston gestorben, hat die palästinensische Lage in Verse gelegt, die zuerst Hymne waren und später Selbstbefragung wurden. Bookpedia führt den Band als Versepos, weil die langen Zyklen – das Pferd, das Haus, der Anderen – über das Einzelgedicht hinaus eine Bahn ziehen. Deutsche Stimmen sind Adel Karasholi, Stefan Weidner, die zweisprachigen Ammann- und A1-Ausgaben; der Titel der Nachbarschaft des Windes bündelt, was in mehreren Sammlungen steht.
Inhalt
Der Sprecher hat das Dorf verloren und redet weiter, als stünde es. Der Wind geht durch die Verse als Bote, der keine Adresse hat: Er bringt den Geruch des Kaffees, den Staub der Grenze, die Stimme der Mutter, und bleibt, wenn die Menschen gehen. Darwisch mischt Ich und Wir, Liebesanrede und Staatsrede, das Haus aus Worten, das er selbst als Ersatz und als Gefahr benennt. Die frühen Gedichte hatten das Land als Gewissheit; hier ist das Land die Frage, ob es ohne den Satz noch da ist.
Die Form wechselt: kurze Zeilen, Prosaabsätze, Dialog mit einem Feind, der Nachbar ist, mit einem Geliebten, der Abwesenheit ist. Jerusalem, Beirut, Paris, Ramallah – die Ortsnamen sind Stationen des Körpers, der nicht ankommen darf. Der Wind als Nachbar meint: Das Unstete wohnt näher als der Mensch, den die Politik zum Gegner gemacht hat. Darwisch weigert sich, nur die Klage zu sein, und weigert sich, die Klage aufzugeben.
Wer eine Hymne auf die Nation sucht, findet sie gebrochen. Wer nur die gebrochene Hymne sucht, unterschlägt die Sinnlichkeit des Kaffees und des Pferdes, das allein gelassen wurde. Das Versepos ist keine Schlachtenfabel. Es ist die lange Dauer des Verlusts, in Metaphern, die sich abnutzen und deshalb neu gesagt werden müssen.
Einordnung
Darwisch hat der arabischen Lyrik die Stimme gegeben, an der Palästina erkannt wird, und hat später gegen die eigene Ikone geschrieben. Neben Ghassan Kanafanis Novelle steht dieser Vers als die andere Gattung derselben Lage. Wer nach ihm über Exil, Wind und das Haus aus Worten spricht, spricht hinter diesen Zyklen. Der deutsche Titel ist eine Adresse, kein Katalogeintrag eines einzigen Originalbands; er trifft den Ton der späten Nachbarschaft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.