Limit
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Limit |
| Autor(en): | Frank Schätzing |
| Originaltitel: | Limit |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2009 |
| Schlagwörter: | Mond, Helium, Shanghai, Konzern |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Fischer Taschenbuch
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 1312 Seiten |
| ISBN: | 9783596184880 |
| Verweise | |
Limit ist ein Roman von Frank Schätzing, 2009 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Er spielt im Mai 2025: Amerikaner und Chinesen fördern auf dem Mond Helium-3 für die Energie der Erde, Konzerne haben der Politik das Zepter teilweise abgenommen, und eine Vergnügungsfahrt ins All trifft auf eine Jagd, die in Shanghai beginnt. Schätzing hat nach Der Schwarm den Katastrophenraum gewechselt, vom Ozean zum Trabanten, und denselben Ehrgeiz mitgenommen: Technik, Geopolitik, Figurenreigen. Der Titel meint die Grenze dessen, was Förderung, Macht und Tourismus aushalten. Das Buch wurde ein großer deutschsprachiger Verkaufserfolg und bleibt eines der dicksten Zukunftsbücher der Jahre nach der Jahrtausendwende.
Inhalt
Auf einer Raumstation stirbt der Astronaut Vic Thorn bei einem Unfall, der nach Routine aussieht und keiner ist. Julian Orley, exzentrischer Chef von Orley Enterprises, hat die Raumfahrt zur Industrie gemacht und lädt Prominente zu einer Fahrt auf den Mond ein, wo Helium-3 für Fusionskraftwerke gewonnen wird. Zur selben Zeit sucht in Shanghai der Detektiv Owen Jericho, den eine unglückliche Liebe nach China verschlagen hat, die untergetauchte Chen Yuyun, genannt Yoyo. Yoyo gehört zu den Wächtern, einer Netzgruppe, die das chinesische System angreift; die Technik kommt von Tu Tian, Freund des Vaters und Besitzer einer Firma. Beim Verstecken von Nachrichten stößt sie auf fremde, ebenso versteckte Botschaften und einen Schlüssel in Gestalt einer Hydra, wird entdeckt und flieht ins Armenviertel Quyu, das die Überwachung nicht ganz erreicht.
Jericho, von Yoyos Vater geschickt, bricht in Polizeirechner ein, gerät an den Motorradclub City Demons und an Kenny Xin, einen Auftragskiller unter der Tarnung Zhao Bide. In einer Fabrik rettet Jericho Yoyo vor Xin; danach beginnt eine Verfolgung über China, Äquatorialguinea, Berlin, London und Venedig. Yoyo trägt Wissen, das Staaten und Konzerne töten lässt; Jericho trägt die Fähigkeit, zu finden, und die Unfähigkeit, sich rauszuhalten. Schätzing wechselt die Schauplätze, häuft Fachwissen über Förderung, Verschlüsselung, Söldner und Energie und lässt die beiden Stränge – Erde und Mond – aufeinander zulaufen. Orleys Gäste merken, dass die Fahrt keine Unterhaltung mehr ist.
Auf dem Mond trifft die Reisegruppe auf eine tödliche Bedrohung, die mit dem Unfall Thorns, mit Helium-3 und mit den Drahtziehern der Jagd zusammenhängt. Jericho und Yoyo kämpfen sich durch eine Übermacht, die nicht nur ein Staat und nicht nur ein Konzern ist. Einzelne Hauptfiguren sterben, andere überleben beschädigt. Der Roman schließt nicht mit der Rettung der Weltenergie und nicht mit einem reinen Sieg der beiden Gejagten, sondern mit der Einsicht, dass die Grenze, das Limit, schon überschritten war, als man den Mond als Lagerstätte begriff. Schätzing hat der Technik das letzte Wort nicht ganz gelassen: Es bleibt die Frage, wem die Förderung nützt, wenn die Jagd um die Erde führt.
Einordnung
Limit hat den deutschsprachigen Zukunftsroman der Jahre um 2010 geprägt: dick, lehrreich, spannend, mit einem Ernst in der Energiedebatte, der über das bloße Abenteuer hinauswill. Die Kritik tadelte Länge, Schablonen und den Tonfall der Sachbuchseite; die Leser nahmen genau die Fülle, wie schon beim Schwarm. Schätzing steht näher bei der populären Wissenschaft als bei der literarischen Moderne, und er will das auch. Die Spannung lebt vom Wissen, das er anhäuft, nicht vom Geheimnis, das er spart. Shanghai, der Mond und der Konzern Orley sind weniger Kulisse als der eigentliche Gegenstand: Wer fördert, herrscht.
Im Vergleich zu älteren Mondfahrten, etwa Vernes Von der Erde zum Mond, ist der Trabant hier keine leere Scheibe zum Beschießen, sondern ein Claim. Die chinesische Überwachung, die amerikanische Industrie, die afrikanischen Söldnerkriege um Rohstoffe – das Buch hat Debatten über Energie und Weltraum nicht ausgelöst, aber bebildert. Fischer hält den Band als dickes Taschenbuch. Es bleibt ein Zeitbuch der Angst vor Konzernen, die Staaten ersetzen, und vor einer Technik, die das Überleben sichert, indem sie neue Jagden eröffnet. Jericho und Yoyo tragen die Handlung; die Grenze trägt den Titel.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
