Montauk
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Montauk |
| Autor(en): | Max Frisch |
| Originaltitel: | Montauk |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1975 |
| Schlagwörter: | Autobiographie, Long Island, Schriftsteller, Paar |
| Sachgebiete: | Erzählung |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 140 Seiten |
| ISBN: | 9783518368101 |
| Verweise | |
Montauk ist eine Erzählung von Max Frisch, 1975 bei Suhrkamp erschienen. Ein Schriftsteller – kaum verhüllt Frisch selbst – verbringt ein Wochenende mit einer jungen Amerikanerin auf Long Island und lässt dabei die Frauen, Ehen und Bücher seines Lebens Revue passieren. Der Ort im Titel ist ein Kap am Ende der Insel; das Buch ist der Versuch, von sich zu sprechen, ohne den Roman zu lügen.
Inhalt
Lynn und der Erzähler fahren nach Montauk, schlafen miteinander, gehen am Strand, essen, schweigen. Die Gegenwart ist dünn und genau: Mietwagen, Motel, der Atlantik im April. In diese Gegenwart schieben sich die anderen Namen: die Ehe mit Gertrud, die Jahre mit Ingeborg Bachmann, die jüngere Geliebte, die Töchter, die man nicht zu kennen glaubt. Frisch schreibt in der dritten Person über sich und wechselt in die erste, als wäre die Grammatik schon ein Geständnis. Er zählt, was er den Frauen schuldet, und merkt, dass Schuldenlisten keine Liebe ersetzen.
Das Buch gibt sich als Protokoll eines Wochenendes und ist eine Lebensbilanz. Der Ruhm ist da, die Preise, die Übersetzungen, und mit ihnen die Frage, ob der Mann, der Stiller und Homo faber geschrieben hat, im Leben derselbe Kalkül war, den er seinen Figuren vorwirft. Lynn ist keine Muse und keine Schülerin. Sie ist jung, amerikanisch, nicht ins deutsche Feuilleton verstrickt, und gerade deshalb ein Spiegel, der nicht schmeichelt. Gespräche über den Vietnamkrieg, über New York, über das, was man nicht sagt, weil man zu alt oder zu berühmt ist, bleiben stehen, ohne Pointe.
Frisch hat angekündigt, diesmal nichts zu erfinden. Die Erfindung sitzt in der Anordnung: welches Bild nach welchem kommt, welche Frau welche andere erklärt. Wer eine Abrechnung erwartet, findet Schonung und Härte in demselben Satz. Wer eine Liebesgeschichte erwartet, findet ein Wochenende, das nicht trägt, und eine Erinnerung, die trägt, weil sie nicht schließen will. Am Ende fahren sie zurück. Nichts ist gelöst. Der Schriftsteller hat sich notiert, und die Notiz ist das Buch.
Einordnung
Nach den großen Romanen der fünfziger und sechziger Jahre ist Montauk das schmale Gegenstück: nicht der Ingenieur, nicht der Mann, der seinen Namen verweigert, sondern der Autor, der den eigenen Namen nicht mehr loswird. Es steht neben den Tagebüchern und neben der öffentlichen Figur Frisch, die die Schweiz anklagte und in New York Zuflucht suchte. Wer nur Homo faber kennt, kennt die Kritik am Machenden. Wer Montauk kennt, kennt den Machenden, der sich selbst zum Gegenstand macht und merkt, dass auch das eine Technik ist.
Ideen
Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.
Autorschaft (wichtig) · Erinnerung (wichtig)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
