Psychologische Typen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Psychologische Typen |
| Autor(en): | Carl Gustav Jung
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1921 |
| Schlagwörter: | Introversion, Extraversion, Typus, Urteil |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Psychologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Patmos Verlag
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| Umfang dieser Ausgabe: | 651 Seiten |
| ISBN: | 9783843601245 |
| Verweise | |
Psychologische Typen ist die 1921 bei Rascher in Zürich erschienene Untersuchung von Carl Gustav Jung. Sie teilt die bewusste Einstellung in Extraversion und Introversion und die Funktionen in Denken, Fühlen, Empfinden, Intuition. Der Band ist das nüchternste große Buch Jungs, bevor die Archetypen den Namen übernahmen.
Inhalt
Jung schreibt gegen die Eine Seele, die Freud und Adler je anders zum System gemacht hatten. Menschen wenden Libido nach außen oder nach innen; sie urteilen denkend oder fühlend; sie nehmen empfindend oder intuitiv wahr. Aus der Kombination entstehen Typen, keine Käfige, wohl aber Vorlieben, die den Konflikt mit anderen und mit sich selbst erklären. Das Buch ist gelehrt: Schiller, Goethe, die Gnostiker, die Scholastik, die indische Philosophie dienen als Zeugen, nicht als Schmuck. Extraversion ist nicht Oberflächlichkeit, Introversion nicht Tiefe; das Missverständnis beginnt, wo der eigene Typus zur Norm wird. Jung kennt die Gefahr und beschreibt sie als Berufskrankheit der Psychologen.
Der Bruch mit Freud steht im Hintergrund, ohne das ganze Buch zu füllen. Wer die Libido nicht auf Sexualität verengt, braucht andere Achsen. Die Typen sollen klinisch brauchbar sein und kulturhistorisch tragen. Später haben Tests das Raster vereinfacht, bis aus acht Funktionen ein Fragebogen wurde. Das Buch von 1921 ist langsamer, polemisch gegen Einseitigkeit, an Beispielen aus Dichtung und Streit. Die Anima, der Schatten, das Selbst klingen an; sie sind hier noch nicht das System. Gerade deshalb ist der Band lesbar, wo die späten Schriften mythologisch werden.
Die Belastung des Verfassers gehört zur Wirkung, nicht zur Typenlehre als Raster. 1933 übernahm Jung den Vorsitz einer deutschen Psychotherapiegesellschaft; Formulierungen über „jüdische“ Psychologie stehen in der Akte. Das entwertet Extraversion nicht und entlastet ihn nicht. Kritik hat die Typen für zu starr, die Gelehrsamkeit für eklektisch, die Klinik für zu literarisch gehalten. Die Stärke bleibt die Behauptung, dass Menschen verschieden wahrnehmen, ohne krank zu sein, und dass diese Verschiedenheit Streit erzeugt, den man für Charakter hält. Wer nach Jung nur introvertiert sagt, hat das Buch zur Etikette gemacht.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt die Tiefenpsychologie eine Lehre vom Trieb ohne Blick. In Die einflussreichsten Werke der Psychologie: 20. Jahrhundert steht es neben Freud und vor Piaget: Typen gegen Traumdeutung, Haltung gegen Stufe. Freud hatte den Konflikt in der Kindheit verankert; Jung verankert ihn in der Art, die Welt zu nehmen. Wer nur die Archetypen kennt, hat 1921 übersprungen.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten Werke der Psychologie: 20. Jahrhundert (Essay) · Die Psychoanalyse nach Freud (Essay)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
