Schall und Wahn
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Schall und Wahn |
| Autor(en): | William Faulkner |
| Originaltitel: | The Sound and the Fury |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1929 |
| Schlagwörter: | Familie, Süden, Zerfall, Bewusstsein |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Diogenes
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| Umfang dieser Ausgabe: | 304 Seiten |
| ISBN: | 9783257200966 |
| Verweise | |
Schall und Wahn ist der 1929 erschienene Roman von William Faulkner, im Original The Sound and the Fury. Der Titel zitiert Macbeth: Das Leben sei eine Geschichte, erzählt von einem Idioten, voll Schall und Wahn, die nichts bedeute. Faulkner erzählt den Niedergang der Compsons in Jefferson, Mississippi, in vier Anläufen, von denen drei innere Monologe sind. Das Buch gilt als eines der härtesten Werke der amerikanischen Moderne und als Faulkners eigener Liebling. Die Diogenes-Übersetzung von Helmut M. Braem und Elisabeth Kaiser bleibt die gängige deutsche Form.
Inhalt
Die Compsons, einst Gouverneurs- und Generalsfamilie, wohnen in einem zu großen Haus. Der Vater ist am Alkohol gestorben, die Mutter Caroline krankt und klagt, die Kinder fallen auseinander. Der erste Teil gibt den 7. April 1928 aus der Sicht des erwachsenen, geistig behinderten Benjamin Compson, genannt Benjy. Menschen und Dinge treten in sein Feld und verschwinden; Vergangenheit und Gegenwart liegen ungeschieden. Er wimmert, wenn die Schwester Caddy nach Seife riecht, weil er den Verlust ihrer Unschuld so wahrnimmt, und wenn die Golfspieler „caddie“ rufen. Die schwarze Haushälterin Dilsey und deren Enkel Luster halten den Alltag, den Benjy nicht ordnen kann.
Der zweite Teil spielt am 2. Juni 1910 und gehört Quentin Compson, dem ältesten Sohn, Harvard-Student, der die Ehre der Schwester und die Uhr des Großvaters mit sich trägt. Caddy hat Dalton Ames gehört, ist schwanger, heiratet Herbert Head; Quentin zerbricht an einer Reinheit, die es nicht gab. Er zerschlägt die Uhr, beschwert sich mit Bügeleisen und geht in den Charles River. Der dritte Teil, Ostern 1928, spricht Jason Compson junior, nach des Vaters Tod Hausherr und Verkäufer, der Caddys Unterhalt für die Tochter Miss Quentin unterschlägt und die Nichte hasst, weil sie ihn die versprochene Bankstelle gekostet hat. Jason ist boshaft, kleinlich, im Aktienhandel unglücklich; die Mutter hält nur ihn für einen wahren Bascomb.
Der vierte Teil tritt hinter die Figuren zurück. Dilsey geht zur Ostergottesdienst, während Miss Quentin die Kassette aufbricht, das vorenthaltene Geld nimmt und mit einem Jahrmarktsmann flieht. Jason hetzt hinterher und fängt nichts. Zurück bleiben die wehleidige Mutter, Benjy und der betrogene Betrüger in einem Haus, das keine Zukunft mehr hat. Caddy, das Herz des Romans, bekommt kein eigenes Kapitel; sie ist die Abwesende, um die die Brüder kreisen. Faulkner hat das nicht als Kunstgriff versteckt: Wer Caddy verstehen will, muss sie aus Benjys Geruch, Quentins Schuld und Jasons Hass zusammensetzen, und erhält sie trotzdem nicht ganz.
Einordnung
Faulkner hat den Bewusstseinsstrom nicht als Kunststück angelegt, sondern als Form des Zerfalls: Benjys Zeitlosigkeit, Quentins zersplitterter Tag, Jasons Gehässigkeit, Dilseys ruhiger Blick. Uhren, Gerüche, das Ostern der schwarzen Gemeinde ziehen sich als Motive durch. Die Compsons stehen für den alten Süden, der seine Erzählung von Ehre verloren hat und nichts an ihre Stelle setzen kann; Dilsey verkörpert die Haltungen, die das Haus nur noch als Dienstleistung kennt. 1949 erhielt Faulkner den Nobelpreis; dieses Buch, nicht die später zugänglicheren Yoknapatawpha-Romane, bleibt die radikalste Probe.
Die Verfilmungen von 1959 und 2014 haben die Chronologie geglättet und Caddy ins Bild geholt, die Faulkner absichtlich draußen lässt. Wer den Roman als Familiensaga liest, ohne die ersten fünfzig Seiten zu ertragen, hat Benjy übersprungen und damit den Titel. Neben Absalom, Absalom! und dem späteren Anhang zur Compson-Genealogie bildet Schall und Wahn den Kern von Jefferson. Die Modern Library setzte es auf den sechsten Platz der englischsprachigen Romane des zwanzigsten Jahrhunderts; die Schwierigkeit ist der Preis, nicht das Hindernis. Dilsey bleibt, wenn das Haus leer ist, und das ist die einzige Güte, die Faulkner dem Schluss gönnt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
