Schattenkinder
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Schattenkinder |
| Autor(en): | Margaret Peterson Haddix |
| Originaltitel: | Among the Hidden |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1998 |
| Schlagwörter: | Verbot, Geschwister, Überwachung, Mut |
| Sachgebiete: | Jugendroman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 176 Seiten |
| ISBN: | 9783423706353 |
| Verweise | |
Schattenkinder ist der erste Band einer Jugendbuchreihe von Margaret Peterson Haddix, 1998 unter dem Titel Among the Hidden erschienen, deutsch 2000 bei dtv. In einem Staat, der jeder Familie nur zwei Kinder erlaubt, lebt Luke Garner als dritter Sohn versteckt auf dem Hof der Eltern. Wer entdeckt wird, stirbt. Haddix hat aus der Bevölkerungsangst ein politisches Märchen gemacht, das Zwölfjährige verstehen und Erwachsene als Nachbarschaft von 1984 und Schöne neue Welt lesen können. Der schmale Band eröffnet sechs Fortsetzungen. Die Spannung liegt nicht im Waffenlärm, sondern im Dachfenster.
Inhalt
Luke kennt die Welt vom Rand des Waldes und vom Tisch, an dem er bei Besuch im Verschlag sitzt. Als der Wald einer Siedlung weichen muss, darf er nicht mehr hinaus. Die Dachkammer wird zum Gefängnis mit Ausblick. Gegenüber, hinter Glas, sieht er ein Gesicht, obwohl in jenem Haus schon zwei Jungen leben. Jen Talbot ist wie er ein drittes Kind, aber eines, das Computer, Netz und Selbstbewusstsein hat, weil der Vater als Minister der Bevölkerungspolitik die eigenen Gesetze bricht. Jen zeigt Luke andere Schattenkinder, plant eine öffentliche Kundgebung der Dritten und will das Recht zu existieren erzwingen. Luke lernt Freundschaft und erfährt zum ersten Mal, dass Verstecken nicht die einzige Lebensform ist. Die Eltern auf dem Hof begreifen die Gefahr und halten ihn trotzdem, weil sie ihn gewollt haben.
Jen drängt ihn mitzugehen. Luke, anders erzogen, voller Angst vor der Entdeckung, die die ganze Familie treffen würde, bleibt zurück. Die Kundgebung findet statt. Jen kehrt nicht heim. Der Staat hat die Dritten, die sichtbar wurden, beseitigt; die offizielle Sprache kennt sie nicht einmal als Tote. Luke begreift, dass Vorsicht allein keine Rettung ist und dass Jens Mut ohne Zeugen verpufft. Der Vater Talbots, zwischen Amt und Kind zerrissen, wird zur zwiespältigen Figur: Er hat Jen gelehrt zu denken und sie nicht schützen können, als das Denken öffentlich wurde.
Luke fasst einen Entschluss, der den ersten Band zur Schwelle der Reihe macht: Er will nicht nur überleben, sondern die Ordnung, die ihn unsichtbar macht, von innen her aufbrechen – mit einer Identität, die nicht die seine ist. Haddix erzählt den Hof, die Kammer und den Bildschirm in knappen Sätzen, ohne den Terror zu verharmlosen und ohne ihn zur Folterszene zu machen. Die Eltern Lukes sind keine Helden der Resistenz; sie haben das dritte Kind gewollt und zahlen mit Angst. Jen bleibt die Tote, deren Stimme im zweiten Band weiterwirkt, weil Luke sie gehört hat.
Einordnung
Haddix hat den Jugendroman auf eine einzige Regel gestellt – zwei Kinder, sonst Tod – und daraus eine Moral der Sichtbarkeit gewonnen. Wer sich zeigt, stirbt; wer sich nicht zeigt, lebt nicht. Die Nähe zu Orwell und Huxley ist gewollt und kindgerecht gebrochen: keine Folterkammer als Lehre, sondern ein Fenster und eine Demo. In den Vereinigten Staaten wurde der Band Schullektüre; in Deutschland trug dtv junior ihn in die Klassen, die über Überwachung und Gehorsam sprechen sollten. Die Fortsetzungen weiten den Staat zu Baronen, Zentren und doppelten Identitäten; der erste Teil bleibt der engste und stärkste, weil Luke noch nichts kann als zusehen und dann gehen.
Gegen die glatteren Zukunftsbücher der neunziger Jahre hält Haddix die Angst im Haus: Eltern, die das Kind lieben und einsperren, ein Minister, der die Ausnahme für sich behält. Wer nach diesem Buch über Bevölkerungsgesetze spricht, findet keine Statistik, sondern einen Jungen, der das Licht verlernt hat. Die Reihe verspricht später Freiheit; dieser Band endet mit dem Preis, den die erste Freie gezahlt hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
