Sexus und Herrschaft
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Sexus und Herrschaft |
| Autor(en): | Kate Millett |
| Originaltitel: | Sexual Politics |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1970 |
| Schlagwörter: | Patriarchat, Literatur, Sexualität, Macht |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Literaturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 495 Seiten |
| ISBN: | 9783462401202 |
| Verweise | |
Sexus und Herrschaft (englisch Sexual Politics) ist die 1970 erschienene Untersuchung von Kate Millett. Sie behandelt das Verhältnis der Geschlechter als politisches System: als Patriarchat, das in Familie, Staat und Literatur wiederholt wird.
Inhalt
Millett beginnt nicht bei der Empfindung, sondern bei der Macht. Das Patriarchat organisiert die Unterordnung der Frau in Recht, Ökonomie und Sexualität; die Liebe ist davon nicht ausgenommen. Freud erscheint als Lehre, die diese Ordnung in die Natur zurückschreibt. Die viktorianische Moral und die Gegenbewegung der sexuellen Freizügigkeit können dasselbe tun: Sie definieren die Frau vom Mann her, nur mit anderem Vorzeichen.
Der lange Mittelteil ist Literaturkritik. Millett liest D. H. Lawrence, Henry Miller, Norman Mailer und Jean Genet als Texte, in denen männliche Herrschaft als Begehren auftritt. Es geht nicht um Anstand. Es geht darum, welche Lehre vom Geschlecht der Roman dem Leser zumutet und welche Gewalt er als Leidenschaft ausgibt. Genet steht als Gegenfigur: Hier wird die Hierarchie sichtbar, weil sie inszeniert, nicht verklärt wird.
Der Ton ist polemisch, gelehrt, von der Dissertation noch geprägt und doch auf Öffentlichkeit berechnet. Millett will den Kanon nicht ersetzen, sie will ihn als Politik lesbar machen. Wer nur Stilgeschichte erwartet, trifft auf eine Theorie der Institution. Wer nur Anklage erwartet, trifft auf genaue Lektüren, die den Satz nicht denunzieren, sondern ihn beim Wort nehmen.
Einordnung
1970 wurde das Buch zum Signal des zweiten Feminismus, neben Shulamith Firestones Frauenbefreiung und sexuelle Revolution und vor Judith Butlers späterer Verschiebung der Naturkategorie. Die Germanistik und die Anglistik haben das Verfahren übernommen, oft ohne Milletts Schärfe. Die Kritik nannte die Lektüren grob und die These zu weit. Geblieben ist die Erlaubnis, den großen Erzähler nach der Herrschaft zu fragen, die er Begehren nennt. Wer nach diesem Band noch glaubt, Sex und Politik seien zwei Fächer, hat es nicht gelesen.
Ideen
Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.
Sexualität (wichtig)
Essays
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Bücher, die die Frauenfrage zum Fach machten (Essay)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
