So lebt der Mensch

André Malraux · 1933 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: So lebt der Mensch
Autor(en): André Malraux
Originaltitel: La Condition humaine
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1933
Schlagwörter: Shanghai, Revolution, Würde, Tod
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Aufbau


Umfang dieser Ausgabe: 388 Seiten
ISBN: 9783351030353
Verweise


So lebt der Mensch ist der Roman von André Malraux, 1933 erschienen, im französischen Original La Condition humaine. Schauplatz ist Shanghai 1927, der Aufstand der Kommunisten, den Chiang Kai-shek verrät und niederschlägt. Der Prix Goncourt des Jahres machte das Buch berühmt; Le Monde hat es unter die hundert des Jahrhunderts gesetzt. Malraux hat die Revolution nicht als Lehre erzählt, sondern als Lage, in der ein Mensch noch würdig sterben kann, wenn er schon nicht mehr siegt.

Inhalt

Tchen ersticht in der ersten Szene einen schlafenden Mann, um Waffen zu holen, und bleibt vom Töten gezeichnet. Der Akt sollte Mittel sein; er wird zur Sucht nach einer Tat, die den Tod einholt, bevor der Tod ihn einholt. Kyo Gisors, Sohn eines französischen Vaters und einer chinesischen Mutter, organisiert den Aufstand und glaubt, Würde sei die Möglichkeit, sich selbst eine Aufgabe zu geben. Seine Frau May ist Ärztin, ihre Ehe ist Kameradschaft und Krise. Katow, der russische Gefährte, kennt die Niederlage schon und bleibt.

Die Partei in Hankou, die sowjetischen Berater, die Kuomintang: Kyo fährt, verhandelt, merkt, dass die eigenen Leute geopfert werden sollen. Baron Clappique, Mythomane und Händler, verspielt die Warnung, die Kyo retten könnte, in einem Spielsalon. Ferral, der französische Konzernherr, schläft mit Frauen, als wäre Herrschaft ein Körper, und versteht die Stadt als Geschäft. Malraux schneidet die Szenen hart: Attentat, Versammlung, Liebesnacht, Folterkeller. Die Handlung ist wenige Tage; die Zeit dehnt sich in der Angst.

Der Aufstand wird verraten. Tchen wirft sich mit einer Bombe vor Chiangs Wagen und stirbt, ohne das Ziel zu treffen. Kyo wird gefangen und beißt auf die Zyankalikapsel, den letzten Akt der Selbstbestimmung. Katow gibt sein Gift zwei Mitgefangenen und geht in die Lokomotive, in der man die Gefangenen lebend verbrennt. May bleibt, Gisors der Vater bleibt, der Opium raucht und die Söhne denkt. Der Roman schließt nicht mit dem Sieg und nicht mit der Moral der Partei. Er schließt mit dem, was von einem Menschen übrig ist, wenn die Geschichte ihn verbraucht hat.

Einordnung

Malraux hat die existenzialistische Frage vor die Schule gestellt, die sie später benannte: Was bleibt zu tun, wenn der Sinn nicht geliefert wird. Shanghai ist kein exotisches Bild, es ist der Ort, an dem Europa und die Revolution denselben Körper zerlegen. Neben Gides inneren Fälschungen steht dieses Buch als das äußere: nicht das falsche Geld, der falsche Auftrag. Der Titel So lebt der Mensch hat im Deutschen die theologische Schwere von condition humaine etwas ins Beispielhafte gezogen; das Original meint die Lage, nicht die Lebensweise.

Man hat Malraux zum Abenteurer und später zum Staatsdichter de Gaulles gemacht. Das Buch ist kälter als die Legende. Wer nur den Terroristen Tchen sucht, unterschlägt Katows Geschenk. Wer nur die Würde sucht, unterschlägt Ferrals Bett. Verfilmungen und Bühnen haben die Attentate genommen; die Prosa bleibt die Nacht, in der Kyo May nicht mehr erreicht. Nach 1933 lag Spanien näher; Die Hoffnung hat denselben Kern in einen anderen Krieg gelegt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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