Systematische Theologie

Paul Tillich · 1951 · Sachbuch, Theologie


Das Werk
Deutscher Titel: Systematische Theologie
Autor(en): Paul Tillich
Originaltitel: Systematic Theology
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1951
Schlagwörter: Korrelation, Sein, Christus, Kirche
Sachgebiete: Sachbuch, Theologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: De Gruyter


Umfang dieser Ausgabe: 1200 Seiten
ISBN: 9783110080063
Verweise


Die Systematische Theologie ist das in drei Bänden 1951, 1957 und 1963 erschienene Hauptwerk von Paul Tillich, zuerst englisch in den Vereinigten Staaten, dann deutsch. Offenbarung und Situation, Sein und Gott, Christus und die Existenz: die Methode der Korrelation, die Fragen der Zeit theologisch beantwortet, ohne die Offenbarung zur Antwortmaschine zu machen.

Inhalt

Tillich ordnet die Theologie nach dem, was die Lage fragt, und dem, was die Botschaft sagt. Die Vernunft, die an ihre Grenze stößt, empfängt Offenbarung; das Sein, das von Nichtsein bedroht ist, empfängt Gott als Sein-Selbst; die Existenz, die entfremdet ist, empfängt Christus als neues Sein; das Leben, das zerfällt, empfängt den Geist; die Geschichte, die Sinn sucht, empfängt das Reich. Das ist kein Hegelianismus der notwendigen Stufen. Es ist eine Architektur, in der Philosophie und Theologie einander die Fragen stellen, ohne dass eine die andere schluckt. Der Mut zum Sein ist die öffentliche Kurzfassung der Ontologie; die Systematik ist das Haus.

Die Emigration hat die Sprache geklärt. Tillich schreibt für ein Seminar, das Deutsch und Hegel nicht voraussetzen darf, und behält die deutsche Ontologie. Symbol, nicht Zeichen: Religiöse Sprache meint das, was uns unbedingt angeht, ohne es gegenständlich zu machen. Der Ton ist der eines Lehrers, der Systeme bauen kann, ohne den Essayton des Mut-Buchs ganz zu lassen. Wer nur den Seelsorger der Angst sucht, unterschlägt die drei Bände. Wer nur den Systematiker meint, unterschlägt, dass jede Korrelation an der Lage der Moderne hängt: Autonomie, Entfremdung, die Drohung des Nichtseins.

Unsicher bleibt, ob die Korrelation die Offenbarung an die Fragen der Zeit verkauft. Barth hat Tillich als Vermittlungstheologie gelesen; Tillich hat Barth als Offenbarung ohne Situation. Beide haben recht in der Gefahr des anderen. Das Werk ist amerikanisch-deutsch, protestantisch, mit einer Weite, die Katholiken und Juden lesen konnten, ohne die Kirche zu streichen. Die drei Bände sind ungleich; der erste trägt die Methode, der zweite den Christus, der dritte droht zu füllen, was die Methode offenließ.

Einordnung

Die Systematik hat der protestantischen Theologie nach 1945 das große Haus gegeben, das weder Barth noch die Entmythologisierung allein war. Der Mut zum Sein bleibt das lesbarere Buch; hier steht die Architektur. Wer nach Tillich Gott als Sein-Selbst und Christus als neues Sein sagt, spricht in diesen Bänden.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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