The Citizen and the State
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | The Citizen and the State |
| Autor(en): | George J. Stigler |
| Originaltitel: | The Citizen and the State. Essays on Regulation |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1975 |
| Schlagwörter: | Regulierung, Staat, Interesse, Markt |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | University of Chicago Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 209 Seiten |
| ISBN: | 9780226774299 |
| Verweise | |
The Citizen and the State. Essays on Regulation ist der 1975 erschienene Aufsatzband von George J. Stigler, in dem die Chicagoer Schule die Regulierung als Markt um Interessen liest, nicht als Schutz des Gemeinwohls. Stigler fragt, wer Regulierung nachfragt und wer sie anbietet: oft die Regulierten selbst. Das Buch ist die politische Ökonomie Chicagos neben Friedmans Programmschrift – kühler, empirischer, ohne Pathos der Freiheit.
Inhalt
Stigler zersetzt die Wohlwollensfiktion. Behörden, Lizenzierungen, Preisvorschriften entstehen nicht, weil ein weiser Staat Marktversagen heilt, sondern weil Gruppen Schutz vor Wettbewerb kaufen und Politiker ihn verkaufen. Die Theorie der wirtschaftlichen Regulierung kehrt das Lehrbuch um: Regulierung ist oft die Fortsetzung des Kartells mit öffentlichen Mitteln. Empirische Studien über Strompreise, Berufszulassungen, die Securities and Exchange Commission sollen zeigen, dass die Wirkungen den begünstigten Branchen dienen, nicht dem Verbraucher, den die Rhetorik nennt.
Die Essays bleiben nah an den Daten und an der Geschichte amerikanischer Behörden. Stigler schreibt ironisch, ohne Friedmans pädagogischen Ton und ohne Hayeks Warnung vor der Knechtschaft. Der Bürger erscheint als Nachfrager von Politik, der Staat als Firma mit eigenen Interessen. Das ist keine Verschwörungstheorie; es ist Preisstheorie, auf Stimmen und Vorschriften angewandt. Wer nur den Marktpredigt kennt, unterschlägt, dass Stigler den Staat ernst nimmt – als Akteur, nicht als Fehler. Wer nur die Ideologie kennt, unterschlägt die Messungen, mit denen er angetreten ist.
Der Band versammelt Arbeiten, die schon einzeln wirkten; zusammen sind sie das Programm einer Schule, die Regulierung nicht mehr als technische Frage an Ingenieure delegiert. Die Kritik hat die Theorie für zynisch, die Empirie für selektiv, die Vernachlässigung von Marktversagen für dogmatisch gehalten. Geblieben ist die Pflicht, bei jeder Vorschrift zu fragen, wem sie nützt. Die Chicagoer Schule hat darin ihre härteste politische Waffe: nicht die Philosophie der Freiheit, sondern die Soziologie der Behörde.
Einordnung
Stigler hat Friedman die Mikropolitik der Vorschriften geliefert und 1982 den Wirtschaftsnobelpreis für die Informations- und Regulierungsanalyse erhalten. Neben Kapitalismus und Freiheit und Coases Firma steht dieser Band als der Text, der den Staat nicht nur zurückschneiden, sondern erklären will. Die deutsche Ordnungspolitik hat ihn spät gelesen, näher an Eucken als an Chicago. Wer die Chicagoer Schule nur als Marktrhetorik kennt, hat den Bürger und den Staat nicht als Paar gesehen, das Handel treibt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
