The Uses of Literacy
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | The Uses of Literacy |
| Autor(en): | Richard Hoggart |
| Originaltitel: | The Uses of Literacy. Aspects of Working-Class Life |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1957 |
| Schlagwörter: | Arbeiterklasse, Lesen, Massenpresse, Kultur |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kulturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Chatto & Windus
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| Umfang dieser Ausgabe: | 319 Seiten |
| ISBN: | 9780765804211 |
| Verweise | |
The Uses of Literacy ist das 1957 erschienene Buch von Richard Hoggart über die Kultur der englischen Arbeiterklasse und das, was die Massenpresse aus der Lesefähigkeit macht. Eine gängige deutsche Gesamtübersetzung fehlt; der französische Titel La Culture du pauvre hat irreführend von Armen gesprochen. Hoggart, in Hunslet aufgewachsen, beschreibt von innen, was Grammar School und Universität ihm kosteten: die Fremdheit auf beiden Seiten. Das Buch hat das Centre in Birmingham begründet, bevor es so hieß.
Inhalt
Der erste Teil gilt der älteren Arbeiterkultur: Kneipe, Familie, das Sprechen in Wir, die moralische Dichte eines Viertels, das keine Konzertsäle braucht. Der zweite gilt den Heften, den Schlagzeilen, der süßen Gewalt der neuen Unterhaltung, die Hoggart nicht als Befreiung liest, sondern als Ausdünnung. Lesefähigkeit wird gebraucht, um zu verführen; das ist der bittere Sinn des Titels. Wer nur Verfallsklage kennt, unterschlägt die Empathie des ersten Teils; wer nur die Empathie kennt, unterschlägt die Schärfe gegen den Boulevard.
Das Buch ist Autobiographie und Soziologie zugleich, ohne Fragebogen. Hoggart schreibt gegen Leavis’ hohe Kultur und gegen die Linke, die Arbeiter nur als Klasse ohne Sitten kennt. Die Masse ist nicht dumm; sie wird beliefert. Der Lady-Chatterley-Prozess hat ihn als Zeugen gehört; die Wirkung war auch eine juridische. Die Kritik nannte Nostalgie, Männlichkeit des Blicks, die Unterbestimmung der Frauenarbeit. Geblieben ist die Erlaubnis, populäre Kultur ernst zu nehmen, ohne sie zu feiern.
Ohne dieses Buch wäre Birmingham eine Literaturabteilung geblieben. Williams hat denselben Stoff begrifflich; Hoggart hat ihn erzählt. Wer Kulturforschung nur als Theorie kennt, hat Hunslet nicht gelesen.
Einordnung
Hoggart hat der Kulturforschung den Arbeiterleser gegeben. Das Centre, Williams, Hall setzen auf diesem Boden auf, oft politischer. Neben der Entstehung der englischen Arbeiterklasse steht die Literacy als der Text, der Kultur nicht von der Klasse löst. Wer nach 1957 über Massenkultur spricht, ohne diesen Gebrauch des Lesens, spricht hinter Hoggart.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
