Tod eines Handlungsreisenden

Arthur Miller · 1949 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Tod eines Handlungsreisenden
Autor(en): Arthur Miller
Originaltitel: Death of a Salesman
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1949
Schlagwörter: Erfolg, Familie, Vertreter, Erinnerung
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 175 Seiten
ISBN: 9783150145074
Verweise


Tod eines Handlungsreisenden (englisch Death of a Salesman) ist das Stück von Arthur Miller, 1949 in New York uraufgeführt und im selben Jahr mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Ein alter Vertreter fährt nicht mehr in die Bezirke, die ihn geliebt haben sollen; zu Hause wartet die Bilanz, die nicht aufgeht.

Inhalt

Willy Loman kommt zu früh nach Brooklyn zurück, zu müde für die Strecke, zu stolz für den Lohn, den man ihm noch zahlt. Die Frau Linda hält das Haus und die Raten und weiß von dem Gummischlauch im Keller. Die Söhne sind da: Biff, vierunddreißig, vom Land, der den Vater nicht mehr glaubt, und Happy, der in der Stadt bleibt und denselben Traum in kleiner Münze ausgibt. Willy redet mit den Toten und den Jungen, als stünden sie im Zimmer: der Bruder Ben, der im Urwald reich geworden ist; der junge Biff, auf den die Schule als Spieler setzte; der Nachbar Charley, der Geld leiht und keine Sprüche braucht. Miller lässt Vergangenheit und Gegenwart in denselben Türrahmen. Die Erinnerung ist keine Flucht; sie ist der Arbeitsplatz, auf dem Willy noch einmal recht haben will.

Biff sollte studieren, hat die Nachprüfung versiebt, ist nach Boston gefahren und hat den Vater mit einer anderen Frau im Hotel gefunden. Seitdem stiehlt er und kommt nicht an. Willy versteht das nicht als Bruch, sondern als Undank. Er hat den Söhnen gesagt, Beliebtheit sei Kapital, ein Handlungsreisender, den man gern habe, sei nie erledigt. Howard, der junge Chef, kündigt ihn neben einem Gerät, das sprechen kann. Charley bietet einen Sitz im Büro; Willy nimmt das Darlehen und nicht die Stelle. Der Traum vom Aufstieg braucht den Wagen und den Namen, nicht die ruhige Arbeit. Linda rechnet die Versicherung vor und bittet die Söhne, den Vater nicht zu zerstören, der sie schon zerstört.

Biff und Willy stoßen ein letztes Mal zusammen. Biff will die Lüge beenden, weint am Hals des Vaters, und Willy hört daraus, dass der Sohn ihn liebt – also müsse die Versicherungssumme die Liebe in Startkapital verwandeln. Er fährt in den Tod. Das Requiem am Grab ist kurz. Charley sagt, ein Handlungsreisender müsse träumen, das gehöre zum Geschäft. Biff sagt, der Traum sei falsch gewesen. Linda bleibt mit dem abbezahlten Haus und versteht nicht, warum er gegangen ist, jetzt, da niemand mehr etwas fordern kann. Miller gibt dem Schluss keine Lehre, die die Familie einigt. Er gibt ihr ein Haus ohne den Mann, der es bezahlt hat, indem er sich selbst als Provision einsetzte.

Einordnung

Miller hat den Vertreter zur tragischen Figur gemacht, ohne ihm einen Hof zu geben. Neben Mutter Courage, die vom Krieg lebt und die Kinder an ihn verliert, steht Willy als Mann, der vom Erfolg lebt und die Söhne an ihn verliert. Neben Woyzeck ist es das Stück des Kleinen, den die Ordnung zerreibt – nur dass Woyzeck ersticht und Willy fährt. Europa hat den Handlungsreisenden als Anklage gegen den Glauben gelesen, Beliebtheit ersetze Arbeit; Amerika hat ihn oft als Familienstück genommen. Beides sitzt im Text. Wer die Figur zum bloßen Opfer des Marktes macht, unterschlägt, dass Willy die Söhne selbst in den Traum geredet hat.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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