Ujamaa

Julius Nyerere · 1968 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Ujamaa
Autor(en): Julius Nyerere
Originaltitel: Ujamaa: Essays on Socialism
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1968
Schlagwörter: Ujamaa, Sozialismus, Selbsthilfe, Arusha
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Oxford University Press
Erscheinungsort: Ujamaa: Essays on Socialism
Umfang dieser Ausgabe: 186 Seiten
ISBN: 9780196440675
Verweise


Ujamaa ist die 1968 bei Oxford University Press in Daressalam erschienene englische Sammlung von Julius Nyerere; sie übersetzt den zugleich auf Swahili vorgelegten Band. Ujamaa heißt Familienverband: Sozialismus als Haltung des gemeinsamen Haushalts, nicht als Dogma, das man aus Europa einführt.

Inhalt

Nyerere nimmt den Sozialismus nicht als Wissenschaft von der Klasse und nicht als Fünfjahresplan der Metropole. Er ist eine Haltung: Niemand soll vom anderen leben, ohne zu arbeiten; Land ist nicht Ware, die man hortet; der Staat dient, statt Firma der Kolonie zu bleiben. Die Arusha-Erklärung von 1967 steht im Band als Probe, nicht als Anhang: Führungskräfte ohne private Kapitalanteile, Selbsthilfe statt Bittgang an die Geber, Bildung, die nicht nur Beamte für den alten Apparat züchtet. Gegen Nkrumahs Neokolonialismus. Die letzte Stufe des Imperialismus, der die Flagge über den Firmen liest, setzt Nyerere das Dorf, das sich selbst trägt. Gegen den Marxismus, der die afrikanische Gesellschaft in Bourgeoisie und Proletariat zwingt, setzt er die Behauptung, dass die erweiterte Familie schon sozialistisch dachte, bevor das Wort kam.

Das Buch ist moralisch und deshalb gefährlich. Moral kann Zwang werden: die Ujamaa-Dörfer haben Menschen verschoben, die nicht umziehen wollten; die Eine-Partei hat Widerspruch als Sabotage gelesen. Nyerere kennt den Einwand der Ausbeutung und hält an der Familie fest, weil ohne sie nur der Markt oder die Kaserne bleibt. Kritik hat die Ökonomie für naiv, die Dörfer für staatlich verordnete Gemeinschaft, den Lehrer-Präsidenten für zu unfehlbar gehalten. Die Stärke ist die Frage, die bleibt: Was ist Unabhängigkeit, wenn der Acker, die Schule und die Kasse noch auswärtigen Herren gehören. Wer nach Nyerere nur Scheitern sagt, hat 1968 übersprungen. Wer nur 1968 kennt, unterschlägt die späteren Jahre, in denen die Dörfer den Satz belasteten.

Die Wirkung liegt in der tansanischen Politik, in Daressalam als Ort, an dem Rodney Wie Europa Afrika unterentwickelte schrieb, in jeder Debatte über afrikanischen Sozialismus, die nicht Moskau kopieren wollte. Cabral hat die Quelle als Kultur der Bauern gelesen; Nyerere macht aus dem Dorf eine Verfassung. Wer nur den Mwalimu als Heiligen kennt, hat die Arusha-Erklärung nicht gelesen. Wer nur die Erklärung kennt, unterschlägt, dass sie in diesem Band als Lehre, nicht als Dekret allein steht.

Einordnung

Ohne dieses Buch bleibt die Unabhängigkeit Ostafrikas eine Flagge ohne Organon des Dorfes. In Afrikanische Unabhängigkeit steht es neben Nkrumah und Rodney, nicht als elftes der zehn: Selbsthilfe gegen Firma, Familie gegen Klasse. Wer nur die Verdammten kennt, hat Ujamaa nicht gelesen. Wer nur Ujamaa kennt, unterschlägt die Rechnung, die Rodney unter dieser Politik aufstellte.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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