Wenn die Wissenschaft irrt . . .
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Wenn die Wissenschaft irrt . . . |
| Autor(en): | Isaac Asimov |
| Originaltitel: | The Relativity of Wrong |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1990 |
| Schlagwörter: | Wissenschaft, Irrtum, Kosmos, Essay |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Naturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Lübbe
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| Umfang dieser Ausgabe: | 352 Seiten |
| ISBN: | 9783404602582 |
| Verweise | |
Wenn die Wissenschaft irrt . . . ist die 1990 bei Lübbe erschienene deutsche Ausgabe von Wissenschaftsessays Isaac Asimovs, in der Taschenbuchfassung mit dem Untertitel Tatsachen und Spekulationen zu kosmischen Phänomenen. Das englische Ursprungsbuch The Relativity of Wrong versammelte 1988 siebzehn Kolumnen aus dem Magazine of Fantasy and Science Fiction; die deutsche Ausgabe ist umfangreicher und stellt den Irrtum ins Titelzentrum. Asimov, Biochemiker und Erzähler der Robotergesetze, nimmt hier nicht die Maschine, sondern die Weise, in der Naturwissenschaft falsch liegt und trotzdem genauer wird. Die drei Punkte des Wanted-Titels sind das Auslassungssignal der Umschläge, die den Satz nicht schließen.
Inhalt
Asimov schreibt gegen den Satz, alle Theorien seien gleich falsch, weil später eine bessere komme. Ein junger Literaturwissenschaftler hatte ihm vorgehalten, jedes Jahrhundert habe das Universum verstanden und jedes habe geirrt; also sei auch unser Wissen nichts. Asimov antwortet, falsch und richtig seien keine Absoluta: die Erde als Scheibe ist falscher als die Erde als Kugel, die Kugel falscher als das Sphäroid, und trotzdem ist der Weg keine Gleichheit des Irrtums. Die übrigen Essays gelten Mond, Planeten, Molekülen, Sternen, dem schrumpfenden Pluto, der Andromeda, die keine Nebelwolke war – Stoff der Kolumne, in der Asimov Physik erzählt, als wäre sie eine Detektivgeschichte ohne Mord. Der Ton ist didaktisch, eitel, geduldig, der eines Mannes, der Formeln und Heftromane hinter sich hat.
Die Sammlung steht neben den deutschen Irrtumslexika, die den Laien berichtigen, und kehrt den Gegenstand um: nicht der Volksmund irrt, sondern die Wissenschaft irrt methodisch und verbessert den Irrtum. Gegenposition ist jede Wissenschaftstheorie, die denselben Stoff als Paradigmenwechsel nimmt, und jede Postmoderne, die Asimov im Titelessay als Gleichmacher des Irrtums angreift. Er bleibt Rationalist. Wer nur die Relativität des Falschen sucht, findet den Titelaufsatz und verfehlt die astronomischen Stücke, die den Band tragen. Wer nur die Planeten sucht, verfehlt die Behauptung, dass Fortschritt Grade hat.
Unsicher wird die deutsche Ausgabe, wo der Titel mehr Entlarvung verspricht, als die Essays liefern, und wo 1990 den Stand der Kosmologie konserviert, den das spätere Jahrzehnt verschoben hat. 352 Seiten mischen Kolumnen; nicht jede hat denselben Einsatz wie der Titelessay. Wer das Buch als Beweis liest, die Wissenschaft wisse nichts, hat Asimov als Waffe gegen Asimov gebraucht. Wer es nur als Sternenkunde liest, unterschlägt den Streit um das Falschsein. Neben Ich, der Robot bleibt dies der Band, in dem derselbe Verfasser die Maschine nicht braucht, um über Regeln des Irrens zu sprechen.
Einordnung
Asimov hat der populären Naturwissenschaft den Satz gegeben, dass Falschheit Grade hat, und die deutsche Ausgabe hat ihn in die Irrtumskonjunktur der Taschenbücher gestellt. Der Band steht neben den Essaykolumnen, aus denen er stammt, und neben einer deutschen Gattung, die denselben Leser später mit Alphabeten bediente. Wer nach Asimov hört, alles Wissen sei gleich nichtig, hat den Literaturstudenten wörtlich genommen und den Chemiker nicht. Brooklyn schrieb die Kolumnen; Lübbe hat die drei Punkte gesetzt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
