Der Prozeß: Unterschied zwischen den Versionen
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Josef K. versucht, sich zu wehren: Er hält eine trotzige Rede vor der Untersuchungskommission, nimmt einen wenig hilfreichen Advokaten, sucht Rat beim Gerichtsmaler Titorelli und lässt sich mit Frauen ein, von denen er sich Vorteile für sein Verfahren erhofft. Je mehr er sich jedoch mit dem Prozess beschäftigt, desto tiefer verstrickt er sich. Im Kapitel „Im Dom" erzählt ihm ein Geistlicher die Parabel ''Vor dem Gesetz'', in der ein Mann vergeblich sein Leben lang auf Einlass in das Gesetz wartet. Am Vorabend seines 31. Geburtstags wird Josef K. von zwei Männern abgeführt und getötet – „wie ein Hund". | Josef K. versucht, sich zu wehren: Er hält eine trotzige Rede vor der Untersuchungskommission, nimmt einen wenig hilfreichen Advokaten, sucht Rat beim Gerichtsmaler Titorelli und lässt sich mit Frauen ein, von denen er sich Vorteile für sein Verfahren erhofft. Je mehr er sich jedoch mit dem Prozess beschäftigt, desto tiefer verstrickt er sich. Im Kapitel „Im Dom" erzählt ihm ein Geistlicher die Parabel ''Vor dem Gesetz'', in der ein Mann vergeblich sein Leben lang auf Einlass in das Gesetz wartet. Am Vorabend seines 31. Geburtstags wird Josef K. von zwei Männern abgeführt und getötet – „wie ein Hund". | ||
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| + | Neben dem Hauptplot schildert Kafka eine Reihe von Nebenfiguren – Wächter, Büroangestellte, Advokaten, Gerichtsdiener –, die das Gericht als undurchdringliches Netzwerk erscheinen lassen. Josef K. bleibt zunehmend allein; Freunde und Verwandte entfernen sich. Die Erzählung wechselt zwischen sachlicher Beobachtung und alptraumhafter Verdichtung, ohne jemals die Schuldfrage oder den konkreten Tatbestand zu klären. | ||
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Version vom 20. Juli 2026, 22:16 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Prozeß |
| Autor(en): | Franz Kafka |
| Herausgeber: | Max Brod |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1925 |
| Seitenanzahl: | 351 Seiten |
| Originaltitel: | Der Prozeß |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3518188186 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783518188187 |
| Schlagwörter: | Schuld, Justiz, Bürokratie, Moderne, Parabel |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Der Prozeß ist ein unvollendet gebliebener Roman von Franz Kafka, den dieser 1914/15 niederschrieb. Das Werk erschien erst 1925, ein Jahr nach Kafkas Tod, herausgegeben von seinem Freund Max Brod. Es zählt zu den bekanntesten Texten der literarischen Moderne.
Inhalt
Am Morgen seines 30. Geburtstags wird der Bankangestellte Josef K. in seiner Wohnung verhaftet, ohne dass ihm ein Vergehen genannt wird. Er bleibt auf freiem Fuß und kann seinem Beruf weiter nachgehen, doch von nun an bestimmt ein undurchschaubares Gericht sein Leben. Dieses Gericht tagt auf Dachböden und in Hinterzimmern, seine Gesetze bleiben unbekannt, seine Vertreter sind gleichermaßen mächtig wie unfassbar.
Josef K. versucht, sich zu wehren: Er hält eine trotzige Rede vor der Untersuchungskommission, nimmt einen wenig hilfreichen Advokaten, sucht Rat beim Gerichtsmaler Titorelli und lässt sich mit Frauen ein, von denen er sich Vorteile für sein Verfahren erhofft. Je mehr er sich jedoch mit dem Prozess beschäftigt, desto tiefer verstrickt er sich. Im Kapitel „Im Dom" erzählt ihm ein Geistlicher die Parabel Vor dem Gesetz, in der ein Mann vergeblich sein Leben lang auf Einlass in das Gesetz wartet. Am Vorabend seines 31. Geburtstags wird Josef K. von zwei Männern abgeführt und getötet – „wie ein Hund".
Neben dem Hauptplot schildert Kafka eine Reihe von Nebenfiguren – Wächter, Büroangestellte, Advokaten, Gerichtsdiener –, die das Gericht als undurchdringliches Netzwerk erscheinen lassen. Josef K. bleibt zunehmend allein; Freunde und Verwandte entfernen sich. Die Erzählung wechselt zwischen sachlicher Beobachtung und alptraumhafter Verdichtung, ohne jemals die Schuldfrage oder den konkreten Tatbestand zu klären.
Einordnung
Der Prozeß gilt als eines der einflussreichsten Werke des 20. Jahrhunderts; das Adjektiv „kafkaesk" bezeichnet seither das Ausgeliefertsein des Einzelnen an anonyme, unbegreifliche Mächte. Der Roman wurde vielfach gedeutet – religiös, psychologisch, als Vorwegnahme totalitärer Herrschaft – und mehrfach für Theater, Oper und Film bearbeitet, unter anderem 1962 von Orson Welles.