Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis zum Hellenismus

Aus Bookpedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die europäische Renaissance. Zentren und Peripherien
Autor(en): Detlev Lotze
Herausgeber:
Erscheinungsort: München
Verlag: Beck
Serie: becksche Reihe
Erscheinungsjahr: 1997
Seitenanzahl: 113 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3406395007
ISBN-13/

EAN-Code:

978-3406395000
Schlagwörter: Griechiche Geschichte, Antike
Sachgebiete: Geschichte
Rezensionen
  • momentan liegen keine Rezensionen vor

Detlef Lotzes Abriss der Griechischen Geschichte ist ein bewusst politikgeschichtlich gehaltener, handlicher Überblick über die grundlegende Epoche der Griechischen Antike, vom Dunklen bzw. Archaischen Zeitalter über das Klassische Zeitalter bis hinein in das hellenistische Zeitalter, das bis heute prägend für das europäische Abendland gilt.

Prägend für die Vorgeschichte der Griechischen Halbinsel waren nach Lotze vor allem die landschaftliche Prägung der Inseln und der Gebirge, der prägende Untergang der frühgriechischen Palastwirtschaft spätestens 1200 vor Christus und schließlich die Verbreitung der neuen Schrift im 8. Jahrhundert. Dadurch konnte sich das sogenannte archaische Zeitalter in Griechenland herausbilden, das mit den Epen Homers den Übergang zur schriftlichen Geschichtsüberlieferung bildet. Außerdem konnte sich in diesem politischen, geographischen und sozial einmaligen Umfeld die Welt der Polis-Gesellschaft herausbilden, die mit Solons Gesetzgebung (43) und den Reformen Kleisthenes (48) die Herausbildung einer Bürgerschaft begünstigte, die in der Demokratie Athens ihren Höhepunkt fand (51). Ungeachtet vielfältiger Re-Tarannisierungen und des ständig schwelenden Konflikts zwischen Sparta und Athen und anderen Poleis konnte das Griechentum so nach Kleinasien und Italien exportiert werden.

Im sogenannten klassischen Zeitalter zeigte sich mit dem Ionischen Aufstand gegen die Perser auch zugleich die Grundbedrohung der Griechischen Staatenwelt von außen, während Athens Machtentfaltung (Attischer Seebund) ihren Höhepunkt erlangte. Zudem spitze sich der Konflikt von Athen und Sparta zu, den man auch als Konflikt zwischen Demokratie und Oligarchie bezeichnen kann (73) und der schließlich 405 v. Chr. mit dem endgültigen Sieg Spartas über Ahten endete (77). Nach dem "Untergang" Ahtens zeichnete sich der Aufstieg Thebens ab und zeigte damit zugleich die Machtzersplitterung der Griechischen Staatenwelt. Die Polisstruktur begünstige zwar demokratische Bürgerschaftsbewegungen, verhinderte aber zugleich auch einen überregionalen Zusammenschluss der Griechen (84), der erst von außen mit dem Aufstieg Makedoniens unter Alexander dem Großen erreicht wurde.

Der Sieg Alexanders über die griechischen Poleis markiert zugleich den Beginn des sogenannten hellenistischen Zeitalters. Der Siegeszug Alexanders 333 erst gegen die Perser (95), dann in Indien und Persien schuf schließlich das hellenistische Weltreich Alexanders. (99) Doch schon bald nach dem Tod Alexanders wurde dieses Alexanderreich in die sogenannten Diadochenkämpfe verstrickt (101), die im Prinzip drei Machtbereich zurückließen: 1) die Ptolemäer, 2) die Seleukiden, 3) die Makedonier. Das Westgriechentum endete schließlich mit dem Aufstieg Roms und seinem Eingreifen auf dem Balkan durch die Illyrischen Kriege, die schließlich in den 1. Punischen Krieg mündeten. Ergebnis war die vollständige Einbeziehung der Griechischen Inseln in das Römische Weltreich.

Denis Diderot 11:39, 15. Jun 2008 (CEST)

Persönliche Werkzeuge