Status-Spiele. Wie ich in jeder Situation die Oberhand behalte

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Status-Spiele. Wie ich in jeder Situation die Oberhand behalte
Autor(en): Tom Schmitt, Michael Esser
Herausgeber:
Erscheinungsort: Frankfurt am Main
Verlag: FISCHER Taschenbuch Verlag
Serie:
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenanzahl: 240 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3896674765
ISBN-13/

EAN-Code:

978-3596179800
Schlagwörter: Psychologie, Managementberatung
Sachgebiete: Phsychologie
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Nach Ansicht der beiden Autoren kann man nicht nicht den Status zweier Personen aushandeln, die miteinander in Kontakt treten oder kommunizieren. Dabei wird auf teils unbewusste Art und Weise der Rang und die Hierarchie der beiden handelnen Personen ausgehandelt. Da man nach Ansicht der beiden Autoren also nicht nicht Status und Rang zweier Personen aushandeln könne, sei es umso wichtiger um diesen Umstand zu wissen und mit ihm bewusst umzugehenn.

Die beiden Autoren haben daher ein Stautsmodel entwickelt, in dem man sich innerhalb von 2 Achsen, die sich in der Mitte kreuzen, einordnet. Dabei stehen sich Durchsetzungsvermögen und Nachgiebigkeit und Ablehnung bzw. Respekt und Sympathie gegenüber, wobei der hohe Status zwischen Respekt und Durchsetzungsvermögen angesiedelt ist und der niedrige Status zwischen Sympathie und Nachgiebigkeit. Das Statusmodel (26) der beiden Autoren kennt zudem noch vier Quadranten, die durch die beiden Achsen entstanden sind. Es handelt sich um folgende Charakterisierungen:

1) außen hoch/ innen hoch --> der Macher (freundlich, bestimmt) 2) außen tief/ innen hoch --> der Charismatiker (freundlich, mitfühelnd, bestimmt) 3) außen hoch/ innen tief --> der Teamplayer (unsicher, unbestimmt, still hoffend) 4) außen tief/ innen tief --> der Arrogante (unfreundlich, patzig, bestimmt)

Wer gut darin ist, den Status als Instrument einzusetzen, der könne schnell zwischen den verschiedenen Status je nach Lage hin- und herwechseln.

Die beiden Autoren machen zudem in zahlreichen Situationsbeschreibungen klar, wie sich die jeweiligen Status im Alltag auswirken und zeigen. Dabei zeigen sie auch, wie sich Status auch in der Körpersprache ausdrückt. So sind nach Ansicht der Autoren Berührungen am Kopf und im Gesicht Tiefstatusgesten, während das Säubern der Brille, das Reinigen der Nägel oder das Bohren im Ohr Hochstautsgesten seien, weil darüber die Geringschätzigkeit des Gegenüber ausgedrückt werde. Weitere Tiefstatusgesten sind etwa ein schief gelegter Kopf, eine schlaffe Körperhaltung oder das Wackeln mit einem Bein. Den hohen Status dagegen drückt man durch das Heben des Kopfes, langsame gediegene Bewegungen oder durch gerades breitbeiniges Stehen aus. Die Autoren weisen zudem z.B. auf den "Opferblick" hin. Ein Opfer guckt einmal hin, dann wieder weg und kurz darauf erneut hin. Eine solche Blickreihenfolge sei z.B. vor Polizisten zu vermeiden, wolle man sich nicht einer Kontrolle durch den Polizisten aussetzen. (122) Die beiden Autoren warnen jedoch davor, allzu regen Gebrauch von Tief- bzw. Hochstatusgesten zu machen, da man mit solchen Gesten durchaus mehr auslösen könne als man gemeinhin denke.

In einem letzten Kapitel beschreiben die Autoren zudem die Statusspiele in der Partnerschaft. Dabei weisen sie z.B. darauf hin, dass der bewusst eingesetzte Tiefstatus aus Liebe heraus zu grotesken Situationen führen kann. Etwa dadurch, dass ein Partner dem Partner zuliebe etwas tut, was dieser nur der Liebe halber vom Partner annimmt.

Denis Diderot 15:43, 2. Feb 2014 (CET)

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