Charles Baudelaire, in Paris geboren, hat der Lyrik die Großstadt und dem Vers den Spleen gegeben. Die Blumen des Bösen erschienen 1857; sechs Gedichte wurden verboten, der Dichter zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Prozess hat das Buch nicht kleiner gemacht.
Leben
Früher Tod des Vaters, der verhasste Stiefvater Aupick, das Erbe, das die Gläubiger fraßen, die Reisen, die kaum welche waren, das Haschisch, der Wein, Jeanne Duval, die Kunstkritik, die Übersetzungen Poes. Der Umweg ist Paris als Krankheit und als Form: Baudelaire hat die Stadt gelesen, bevor der Roman sie ganz hatte. Belgien, die Lähmung, der Tod in Paris, sechsundvierzigjährig.
Wirkung
Baudelaire hat das Gedicht von der Empfindung auf die Moderne umgestellt. Schönheit wächst im Schlamm; der Flaneur geht, der Spleen steht still; Satan und die Madonna teilen sich den Band. Die Fleurs du Mal sind ein Zyklus, kein Strauß: Spleen et Idéal, Paris, Wein, Tod. T. S. Eliot und die deutsche Moderne haben hier die Erlaubnis genommen, die Stadt als Hölle und als Heil zu singen, ohne Idyll.
Man hat ihn zum verfemten Dandy und zum Heiligen der Dekadenz gemacht. Die Verse sind strenger als die Legende. Wer nur den Skandal sucht, unterschlägt die Form. Wer nur die Form sucht, unterschlägt den Ekel, ohne den sie nicht trägt. Die verbotenen Stücke sind längst im Buch; das Verbot bleibt die Geburtsurkunde.
Werke
- Die Blumen des Bösen (1857)
In Auswahl außerdem: Die künstlichen Paradiese, Sämtliche Gedichte in Prosa, die Poe-Übertragungen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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