Die Blumen des Bösen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Blumen des Bösen |
| Autor(en): | Charles Baudelaire |
| Originaltitel: | Les Fleurs du Mal |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1857 |
| Schlagwörter: | Stadt, Spleen, Schönheit, Tod |
| Sachgebiete: | Versepos |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv
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| Umfang dieser Ausgabe: | 384 Seiten |
| ISBN: | 9783423124508 |
| Verweise | |
Die Blumen des Bösen sind der Gedichtzyklus von Charles Baudelaire, 1857 in Paris erschienen. Sechs Stücke wurden gerichtlich verboten, der Dichter zu einer Geldstrafe verurteilt; 1861 kam eine zweite, umgeordnete Ausgabe ohne die verbotenen, mit neuen. Der Titel ist kein Strauß, er ist das Programm: Schönheit wächst im Schlamm, der Spleen steht in der Großstadt still. Als Versepos in der Bookpedia geführt, wirkt der Band als Ganzes, nicht als Anthologie.
Inhalt
Der Leser wird als Heuchler, als Bruder angeredet. Dann Spleen et Idéal: die Spannung zwischen Ekel und Erhebung, Jeanne Duval, die Madonna, Satan, der Albatros, den die Matrosen auf Deck holen, bis er nicht mehr fliegen kann. Baudelaire baut den Zyklus als Weg, nicht als Sammlung. Die idealen Gedichte und die der Schwermut antworten einander; der Dandy und der Beter teilen sich denselben Mund.
Tableaux parisiens holt die Stadt herein: die Passantin, der Abend, die Blinden, der Schwan, der im Staub nach Wasser sucht. Paris ist nicht Kulisse, es ist die Form, in der Moderne sichtbar wird. Der Wein, die Blumen des Bösen im engeren Sinn, der Tod: Die späteren Abteilungen verdichten Rausch, Laster, die Reise, die der Schlussgedicht Le Voyage als Aufbruch ins Unbekannte öffnet – auch ins Unbekannte des Sterbens. Die verbotenen Stücke – lesbische Liebe, die Metaphern des Körpers, die die Zensur unzüchtig nannte – gehören in diesen Weg, nicht an den Rand.
Die Ausgabe von 1861 hat umgruppiert, hinzugefügt, die Lücken der Zensur nicht geleugnet. Baudelaire hat den Zyklus als Architektur verstanden: Wer einzelne Blumen pflückt, hat den Garten nicht betreten. Der Spleen ist keine Laune, er ist die Zeit, die nicht vergeht. Die Idealität ist keine Flucht, sie ist der Gegenwille. Zwischen beiden geht der Flaneur, und die Leiche am Wegrand ist so viel wert wie die Wolke.
Einordnung
Baudelaire hat das Gedicht von der Empfindung auf die Moderne umgestellt. T. S. Eliot und die deutsche Lyrik nach 1900 haben hier die Erlaubnis genommen, die Stadt als Hölle und als Heil zu singen. Der Prozess von 1857 ist die Geburtsurkunde; die Verse sind strenger als der Skandal. Neben Whitmans offenem Gesang steht dieser Band als die geschlossene Form derselben Epoche: Katalog der Seele, nicht der Demokratie.
Man hat ihn zum Heiligen der Dekadenz und zum Schulautor der Symbolisten gemacht. Wer nur den Dandy sucht, unterschlägt die katholische Unruhe. Wer nur die verbotenen Stücke sucht, unterschlägt den Albatros. Die dtv-Ausgabe hält den französischen Text und das Deutsche nebeneinander; der Titel Blumen des Bösen ist genauer als jede Umschreibung, die aus dem Bösen nur das Laster macht. Das Böse ist hier auch die Zeit, die Stadt, der Spiegel.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
