Autor:Jeremias Gotthelf

1797 1854
Pfarrer und Schriftsteller · Literatur · Gesellschaft · 18./19. Jahrhundert
LiteraturGesellschaft


Jeremias Gotthelf, in Murten als Albert Bitzius geboren, hat der Schweizer Erzählung das Bauerndorf gegeben, in dem der Teufel nicht Märchen ist, sondern Vertrag. Die schwarze Spinne ist seine härteste Novelle: eine Pest aus dem Pakt, ein Zapfen im Holz, die Predigt als Rahmen.

Leben

Pfarrerssohn, Theologie in Bern, Vikar, ab 1832 Pfarrer in Lützelflüh im Emmental. Der Umweg war dieses Amt: Wer Sonntag predigen muss, kennt die Höfe, die Schulden, den Wirt und den, der nicht kommt. Den Namen Gotthelf nahm er sich als Programm. Uli der Knecht machte ihn berühmt; die Novellen trugen weiter. Er starb 1854 in Lützelflüh, konservativ, polemisch, genauer im Dorf als mancher Liberale in der Stadt.

Wirkung

Gotthelf hat den Realismus der Bauernwelt geschrieben, bevor der Name da war: Mundart im Hochdeutschen, Wirtschaft der Höfe, die Moral nicht als Schmuck. Die Schwarze Spinne holt die Sage ins christliche Haus und zeigt, dass der Pakt mit dem Bösen eine soziale Geschichte hat – Frondienst, Übermut, die Frau, die unterschreibt. Gegen Kellers Seldwyla, das lacht, steht hier das Emmental, das fürchtet. Keller hat ihn gerühmt und sich von der Predigt distanziert.

Gelesen wird er als erbaulicher Dorfschriftsteller. Das unterschlägt die Gewalt der Bilder und die Politik: Gotthelf schrieb gegen Radikale und gegen die Verklärung des Landlebens. Wer nur die Spinne als Grusel will, hat den Rahmen nicht gelesen, in dem eine Taufe das Haus zusammenhält. Die Schweizer Literatur hat ihn als Ursprung und als Zumutung behalten.

Werke

In Auswahl außerdem: Uli der Knecht, Uli der Pächter, Elsi, die seltsame Magd.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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