Die schwarze Spinne
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die schwarze Spinne |
| Autor(en): | Jeremias Gotthelf |
| Originaltitel: | Die schwarze Spinne |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1842 |
| Schlagwörter: | Pakt, Pest, Taufe, Teufel |
| Sachgebiete: | Novelle |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 96 Seiten |
| ISBN: | 9783150002278 |
| Verweise | |
Die schwarze Spinne ist die Novelle von Jeremias Gotthelf, 1842 erschienen. Auf einem Emmentaler Hof wird getauft; die Großmutter erzählt, warum in einem Pfosten ein Zapfen sitzt. Dahinter liegt ein Pakt, eine Pest aus Spinnen, ein christliches Haus, das den Bösen nicht los ist, nur eingeschlossen hat.
Inhalt
Der Rahmen ist festlich: Taufe, Essen, die Ordnung des Hofes. Ein Gast fragt nach dem schwarzen Holz im Pfosten. Die Alte erzählt von der Zeit, als ein Ritter die Bauern zu Frondienst zwang, einen Baum zu versetzen, den niemand versetzen konnte. Christine schließt den Pakt mit dem grünen Jäger: Hilfe gegen einen Kuss, der zum Mal wird. Die Arbeit gelingt, der Teufel kommt, das Mal brennt, die Spinne kriecht aus der Wange.
Die Spinne tötet, das Dorf verfällt dem Grauen, Christine wird selbst zum Ungeziefer der Plage. Erst eine fromme Tat – Mutterliebe, Gebet, der Einschluss des Ungeheuers im Holz – bannt die Pest. Gotthelf erzählt das nicht als Gruselspaß. Der Pakt hat soziale Ursache: Übermut der Herrschaft, Übermut der Bauern, eine Frau, die unterschreibt, weil die Männer nicht können oder nicht wollen. Der Teufel ist Vertragspartner der Ungeduld.
Der Rahmen kehrt zurück. Die Taufe hält das Haus zusammen, der Zapfen sitzt, die Gefahr schläft. Gotthelf predigt, ohne die Bilder zu verraten: Gottesfurcht als Hausordnung, der Böse als das, was ausbricht, wenn das Maß bricht. Die Sprache mischt Hochdeutsch und den Ton der Höfe. Wer nur die Spinne als Schauerfigur will, hat den Ritter und die Fron nicht gelesen. Die Novelle ist theologisch und politisch in einem: Pest als Gericht, Gericht als Geschichte einer Gegend.
Einordnung
Gotthelf hat die Sage ins realistische Dorf geholt und daraus die härteste Schweizer Novelle des Jahrhunderts gemacht. Gegen Kellers lachendes Seldwyla steht das Emmental, das fürchtet. Die deutsche Novelle nach Tieck und Hoffmann hat hier ein christliches Unerhörtes: nicht Automate, Vertrag. Die Schule hat den Text als Grusel und als Erbauung gelesen, oft nacheinander, selten zusammen. Reclam trägt die gelbe Ausgabe. Wer Gotthelf nur als Uli-Autor kennt, trifft hier den Prediger, der das Böse nicht moralisiert, bevor er es gezeigt hat. Nach der Schwarzen Spinne ist der Pakt mit dem Teufel in der deutschen Prosa eine soziale Geschichte, nicht nur eine geistliche.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
