Autor:Michael Gerard Bauer

Michael Gerard Bauer (geb. 1955), in Brisbane geboren, hat dem Schulroman die Rede als Gegenwehr gegeben, ohne das Drangsalieren zu verharmlosen. Nennt mich nicht Ismael! verdreht 2006 den ersten Satz von Moby Dick: Dort verlangt jemand, Ismael genannt zu werden; hier verlangt ein Vierzehnjähriger das Gegenteil und lernt, dass ein Satz tragen kann, wenn man ihn hält.

Leben

Englischlehrer an Schulen in Brisbane und Ipswich, erst spät das eigene Buch: Der Umweg über die Klasse erklärt, warum der Debattierclub bei Bauer keine Zierde ist, sondern der Ort, an dem Sprache Macht verschiebt. Vor Ismael kam Der Läufer; danach zwei Fortsetzungen mit demselben Erzähler. Er blieb in Brisbane. Geblieben ist der Ton, der das Ernsthafte komisch trägt und Barry Bagsley am Ende nicht bekehrt.

Wirkung

Bauer hat aus dem Schulalltag keine Moralpredigt gemacht. Die Gegenwehr kommt nicht aus der Faust, sondern aus der Übung, einen Satz zu Ende zu führen; Scobie macht es vor, Ismael lernt es. Der Melville-Bezug ist mehr als ein Namenswitz: Wer Ahab nachahmt, bleibt im Bauch des Wals, auch wenn der Wal nur ein Mitschüler ist. Gegenüber Wolfgang Herrndorfs Tschick, das die Flucht aus der Schule erzählt, bleibt Bauers Buch in der Klasse. In Deutschland wurde es Schullektüre, weil es das Schwere leicht sagt, ohne es zu streichen.

Die Fortsetzungen holen denselben Erzähler in die nächsten Jahre, ohne den ersten Band zu brauchen. Preise in Australien, Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Jugendbuch. Wer nur das Debüt liest, hat den Bogen: vom Syndrom, das keiner gestellt hat, zur Stimme, die einer hat. Der Schluss ist kein versöhnlicher Schluss im Sinn einer Bekehrung; geändert hat sich Ismael. Genau das unterscheidet den Jugendroman von der Erbauung.

Werke

In Auswahl außerdem: Der Läufer, Ismael und der Auftritt der Seekühe, Ismael. Bereit sein ist alles.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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