Mieko Kawakami (geb. 1976), in Osaka geboren, hat den weiblichen Körper als öffentliches Gut erzählt, ohne daraus ein Thesenbuch zu machen. Brüste und Eier führt 2019 drei Frauen durch Hitze, Operation und den Wunsch nach einem Kind ohne Mann im Haus; die Sprache kommt aus Osaka herauf nach Tokio und glättet Mundart und Wut nicht.
Leben
Armut, Gesang, das Netz, dann der Akutagawa-Preis für die kürzere Erzählung von 2007, aus der der Roman wuchs: Der Umweg über die Bühne und das Heft erklärt den Ton, der nicht vom Lehrstuhl kommt. Tokio als Arbeitsort, Osaka als Herkunft, die nicht vergeht. Sie lebt in Japan. Geblieben ist die Erzählerin, die Kliniken, Küchen und das Schweigen einer Zwölfjährigen ernst nimmt, ohne die Ordnung zu predigen, die sie beschreibt.
Wirkung
Kawakami steht in der japanischen Gegenwart neben Autorinnen, die den männlichen Blick nicht mehr als Maß nehmen, und gegen die Glätte, mit der Tokio oft als Stadt der Marken erzählt wird. Der erste Teil ist der engere, heißere; der zweite weitet sich ins Gesellschaftliche und hat Leser gespalten, die eine These über Fortpflanzung ohne Mann erwarteten oder fürchteten. Sie liefert beides und keins: die Schwester, die sich die Brüste vergrößern lassen will, und die Erzählerin vor dem Formular. Vergleiche mit Han Kang greifen nur, wo es um den Körper als öffentliche Sache geht.
Die deutsche Aufnahme war aufmerksam, stellenweise betreten vor dem Titel. Der Titel ist nicht roh um der Rohheit willen; er nennt die zwei Organe, über die das Buch Rechenschaft verlangt. Wer Kawakami nur als Stimme der Selbstbestimmung liest, hat Midorikos Heft nicht gelesen; wer nur die Klinik behält, hat den Sommer in der engen Wohnung unterschlagen. DuMont hat den Band gehalten; die Wirkung ist die einer Sprache, die den Körper nicht schmückt.
Werke
- Brüste und Eier (2019)
In Auswahl außerdem: Heaven, All the Lovers in the Night, Ms Ice Sandwich.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.