Anthony Burgess (1917–1993), in Manchester geboren, hat die Frage gestellt, ob ein Mensch, dem man das Böse abnimmt, noch ein Mensch sei. Uhrwerk Orange lässt den Jugendlichen Alex prügeln und vergewaltigen, bis der Staat ihm die Wahl dazu abgewöhnt – und damit den Rest von Würde.
Leben
John Anthony Burgess Wilson, Sprachlehrer in Malaya und Borneo. Der Umweg war die Fehldiagnose eines Hirntumors: Er schrieb in Eile, darunter 1962 den kurzen, rohen Roman in Nadsat, einer Kunstsprache aus slawischen Brocken und Gassenreimen. Er starb in London, als Katholik und Vielschreiber, der ein Buch nicht loswurde.
Wirkung
Burgess hat keine Jugendstudie geschrieben, sondern eine Falle. Die Zwangsheilung ist die Antwort des Staates auf die Angst vor der Straße; Alex’ Ich-Stimme ist die Antwort darauf, dass man den Täter nicht loswird, indem man ihn umbaut. Wer die Kunstsprache lernt, tritt in die Bande ein und merkt zu spät, dass Mitleid dort kein Wort hat. Der Roman steht neben Huxley und Orwell, ist aber enger am Körper und am Satz.
Stanley Kubrick hat die Bilder geliefert, die den Titel ersetzt haben, und das letzte Kapitel weggelassen, in dem Alex die Gewalt langweilt. Die Nachwelt streitet seither, welche Fassung die gültige sei, oft ohne das einundzwanzigste Kapitel gelesen zu haben. Burgess hat darauf bestanden, dass ohne diese Reife der Mensch ein Uhrwerk bleibe. Mit ihr wird Alex nicht gut, aber fähig, etwas anderes zu wollen.
Werke
- Uhrwerk Orange (1962)
In Auswahl außerdem: Der Fürst der Phantome, Enderby, Nichts wie die Sonne.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.