Bunbury

Oscar Wilde · 1895 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Bunbury
Autor(en): Oscar Wilde
Originaltitel: The Importance of Being Earnest
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1895
Schlagwörter: Ernst, Identität, Heirat, Komödie
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 95 Seiten
ISBN: 9783150084984
Verweise


Bunbury (englisch The Importance of Being Earnest) ist die Komödie von Oscar Wilde, am 14. Februar 1895 in London uraufgeführt. Zwei Männer erfinden doppelte Leben, um Pflichten zu entgehen; beide müssen Ernst heißen, weil die Geliebten nur einen Ernst heiraten.

Inhalt

Jack Worthing heißt in der Stadt Ernest, um dem Landhaus und der Mündel Cecily zu entkommen; auf dem Land ist er der gesetzte Vormund und schiebt die Ausschweifungen auf einen Bruder Ernest in London. Sein Freund Algernon Moncrieff hat sich den kranken Freund Bunbury zugelegt, den man in der Provinz besuchen muss, sobald eine Abendgesellschaft droht. Gwendolen, Algernons Cousine, liebt Jack, weil er Ernest heißt; mehr als den Namen will sie nicht prüfen. Lady Bracknell prüft Herkunft, Einkommen und die Handtasche, in der man als Säugling abgelegt wurde. Wilde baut die Komödie aus Sätzen, die höflich sind und alles durchschneiden: Erziehung, Moral, Heirat, die Landgurke.

Algernon fährt aufs Land, gibt sich als der Bruder Ernest aus und wirbt um Cecily, die diesen Ernest längst in ihrem Tagebuch geheiratet hat. Beide Frauen bestehen auf dem Namen; beide Männer lassen sich umtaufen. Die Täuschungen fallen in derselben Stunde zusammen, ohne dass Reue entstünde. Lady Bracknell erkennt in Cecily die Partie, sobald das Vermögen genannt ist, und verbietet sie, sobald Jack als Findelkind aus der Handtasche am Bahnhof Victoria erscheint. Die Komödie treibt die Herkunft auf die Spitze, die die Gesellschaft für das Wesen hält: Wer in einer Tasche lag, hat keine Klasse, nur eine Anekdote.

Die Auflösung liegt in einem Armeemerkbuch. Miss Prism, Cecilys Erzieherin, hat einst einen Säugling mit einem Manuskript verwechselt; Jack ist Algernons älterer Bruder und hieß von Anfang an Ernest. Die Taufe wird überflüssig, die Ehen möglich, Bunbury stirbt an einem platzenden Abszess, weil Algernon ihn nicht mehr braucht. Wilde gibt den Schluss als Uhrwerk, nicht als Lehre. Ernst zu sein ist alles – und Ernst ist ein Name. Die Gesellschaft bekommt, was sie verlangt: korrekte Herkunft, korrekte Bezeichnung, korrekte Paare. Dass beides erfunden war, stört sie nicht, sobald es sich als wahr erweist.

Einordnung

Wilde hat die letzte und kälteste seiner Gesellschaftskomödien geschrieben, Wochen bevor der Prozess ihn zerlegte. Bunbury steht neben Hamlet als Stück über Namen und Sein – mit dem Unterschied, dass Hamlet darunter leidet und Wilde daraus eine Pointe macht. Das deutsche Theater spielt den Titel meist als Bunbury, nicht als Ernst sein ist alles; beide treffen denselben Kalauer, nur dass Bunbury die Lüge als Person festhält. Wer die Komödie als bloße Salonware nimmt, unterschlägt, wie genau sie Herkunft als Handtasche vorführt. Der Satz bleibt: In Fragen des Ernstes entscheidet die Eleganz, nicht die Ehrlichkeit.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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