Das Beste aus dem Lexikon der populären Irrtümer
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Beste aus dem Lexikon der populären Irrtümer |
| Autor(en): | Walter Krämer, Götz Trenkler
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2000 |
| Schlagwörter: | Irrtum, Allgemeinwissen, Statistik, Vorurteil |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Essay |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Eichborn
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| Umfang dieser Ausgabe: | 448 Seiten |
| ISBN: | 9783821815220 |
| Verweise | |
Das Beste aus dem Lexikon der populären Irrtümer ist das 2000 bei Eichborn erschienene Sachbuch von Walter Krämer und Götz Trenkler. Vier Jahre nach dem Lexikon der populären Irrtümer und zwei Jahre nach dem Neuen Lexikon ziehen die beiden Dortmunder Statistikprofessoren die Einträge zusammen, die sie für die hartnäckigsten halten: der Stern von Bethlehem sei ein Komet, Spinnen seien Insekten, Gold komme vor allem aus Minen. Die Auswahl ist kein dritter Band neuer Fälle, sondern die kompakte Ausgabe für den, der die zwei Alphabete nicht beide kaufen will. Piper hat das Beste später als Taschenbuch gehalten, während die gebundenen Erstlinge bei Eichborn blieben.
Inhalt
Krämer und Trenkler schreiben gegen das halbwahre Wissen, das Schule, Stammtisch und Illustrierte als Allgemeinbildung ausgeben. Spinat ist nicht eisenreicher als anderes Grün, weil ein Komma in einer alten Analyse verrutscht sein soll; der Strauß steckt den Kopf nicht in den Sand; arabische Ziffern sind indischen Ursprungs; Hamburg hat mehr Brücken als Venedig, ohne deshalb Venedig zu sein. Die Artikel sind die der Mutterbände, gekürzt oder ausgewählt, mit dem Ton der Statistik, die eine runde Zahl verdächtigt. Der Reiz liegt im Entzaubern berühmter Sätze, ohne die Welt für nichtig zu erklären. Was bleibt, ist oft kleiner und genauer: eine Herkunft statt eines Denkmals, eine Messung statt eines Sprichworts.
Die Auswahl macht aus zwei Lexika ein Hausbuch und verdichtet damit auch die Vorwürfe, die schon die Erstlinge trafen. Gegenposition ist jede Kulturwissenschaft, die solche Sätze nicht widerlegen, sondern als soziale Bindemittel lesen will, und jede Fachkritik, die den Statistikern Penetranz vorwarf: das »Ja, aber«, das eine Legende kürzt, ohne die Forschung zu ersetzen. Krämer und Trenkler bleiben Laienaufklärer mit Professorentitel. Einträge zu Rauchen, Schwarzarbeit, Marshallplan und Haschisch haben Widerspruch erzeugt, weil sie aus einer Zahl eine Moral ziehen; die Auswahl hat solche Stücke nicht alle gestrichen. Stimmt's? Alle modernen Legenden im Test prüft denselben Stoff als Zeitungskolumne, Fall für Fall, ohne das Alphabet der Professoren.
Unsicher wird das Beste, wo die Kürzung die Beleglage schluckt und die Pointe den Eintrag trägt. Wer die zwei großen Lexika kennt, findet Wiederholung; wer nur diese Auswahl kennt, hält sie für das Werk selbst. Wer nur die Entlarvung will, verfehlt die Stellen, an denen etwas komplizierter stimmt, als der Titel »Irrtum« erlaubt. Die Piper-Ausgaben haben den Band in die Breite getragen, nachdem Eichborn die Mutterreihe zum Markenzeichen gemacht hatte. Neben dem Lexikon der populären Sprachirrtümer. Mißverständnisse, Denkfehler und Vorurteile von Altbier bis Zyniker bleibt dies der kompakte Krämer und Trenkler, nicht der erste.
Einordnung
Das Beste ist die Marktform des Erfolgs: nach 78 Wochen auf der Spiegel-Liste der Mutterband und den Übersetzungen in eineinhalb Dutzend Sprachen brauchte der Verlag ein Buch, das man verschenken kann, ohne zwei Bände zu kaufen. Es steht am Anfang der Ableger, die Eichborn und andere Häuser auf Sprache, Medizin, Geschichte, Recht verteilt haben, und neben Hertslets Treppenwitz, der dasselbe Geschäft im neunzehnten Jahrhundert für die Historie erfunden hatte. Krämer und Trenkler haben dem Deutschen das Irrtumslexikon als Gattung gegeben. Wer nach ihnen eine Allgemeinweisheit hört, hat ein Recht, nach der Zahl zu fragen; das ist weniger und mehr als Aufklärung.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
