Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde |
| Autor(en): | Jean Piaget |
| Originaltitel: | La naissance de l'intelligence chez l'enfant |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1936 |
| Schlagwörter: | Schema, Assimilation, Sensorimotorik, Kind |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Psychologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Klett-Cotta
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| Umfang dieser Ausgabe: | 344 Seiten |
| ISBN: | 9783608912326 |
| Verweise | |
Das Erwachen der Intelligenz beim Kinde (französisch La naissance de l'intelligence chez l'enfant) ist das 1936 erschienene Buch von Jean Piaget über die ersten zwei Jahre, in denen Greifen, Sehen und Saugen zu Handlungen werden, die die Welt dauerhaft machen. Die deutsche Ausgabe bei Klett-Cotta gehört mit der Psychologie des Kindes zu den Texten, nach denen Entwicklung eine Logik hat, die man am Kind ablesen kann.
Inhalt
Piaget beobachtet die eigenen Kinder und schreibt daraus eine Erkenntnistheorie. Das Neugeborene assimiliert die Welt an Reflexe: Die Brust ist zum Saugen da, die Hand zum Greifen. Akkommodation beginnt, wo das Schema sich der Sache fügen muss – der Gegenstand, der nicht kommt, der Blick, der folgt. Sechs Stufen der Sensorimotorik führen vom Zufall zur Absicht, von der Absicht zur Kombination, von der Kombination zum inneren Bild, das die Handlung ersetzen kann. Das bleibende Objekt – dass die Welt nicht erlischt, wenn man wegschaut – ist keine Voraussetzung, sondern ein spätes Ergebnis. Intelligenz ist hier nicht Sprache. Sie ist Handlung, die umkehrbar wird.
Daraus folgt der Streit mit der Lehre, das Kind sei ein defizitärer Erwachsener, dem man Wissen einfüllt. Piaget setzt Konstruktion gegen Abbildung. Was später Operation heißt – die umkehrbare, innere Handlung – hat hier seinen Ursprung im Tasten und im Wiederholen. Die Protokolle sind das Argument: Daten, Irrtümer, der Moment, in dem Jacqueline oder Laurent etwas tut, das gestern unmöglich war. Die Biologie der Schnecke, die Piaget zuerst klassifizierte, bleibt im Verfahren: Anpassen, Gleichgewicht, die nächste Stufe, die die vorige nicht streicht, sondern umbaut.
Unsicher bleibt, wie weit drei Kinder in Genf die Menschheit tragen und wie sprachlos die frühe Intelligenz wirklich ist. Lew S. Wygotski hat später das Sprechen und die Erwachsenenhilfe früher angesetzt, als Piagets Stufen es erlauben. Der Ton ist der eines Naturforschers, der Urteile zählt: trocken, geduldig, ohne den Essayton der Philosophie, die er trotzdem schreibt. Wer nur die Stufenleiter der Schule sucht, hat die Erkenntnistheorie nicht gelesen. Wer nur die Theorie sucht, unterschlägt die Protokolle, in denen Kinder irren und darin denken. Die spätere Psychologie des Kindes fasst; dieses Buch zeigt, wie das Denken erwacht, bevor es spricht.
Einordnung
Das Buch hat der Entwicklungspsychologie die sensorimotorische Intelligenz gegeben und der Pädagogik die Erlaubnis, das Kleinkind als Konstrukteur zu lesen, nicht als leeres Gefäß. Wygotskis Denken und Sprechen steht als der Gegenpol: Sprache und Kultur ziehen, wo Piaget reifen und bauen lässt. James' Prinzipien der Psychologie beschrieb das erwachsene Bewusstsein als Strom; Piaget gibt dem Strom eine Kindheit. Wer nach 1936 über das Erwachen des Denkens spricht, spricht Piaget – auch dort, wo er die Stufen für zu westlich, zu laborhaft, zu männlich hält.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
