Das Leben ist eine Karawanserei
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Das Leben ist eine Karawanserei |
| Autor(en): | Emine Sevgi Özdamar |
| Originaltitel: | Das Leben ist eine Karawanserei, hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1992 |
| Schlagwörter: | Kindheit, Türkei, Sprache, Ankunft |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 386 Seiten |
| ISBN: | 9783462020151 |
| Verweise | |
Das Leben ist eine Karawanserei, hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus ist der erste Roman von Emine Sevgi Özdamar, 1992 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Ein Mädchen geht durch Häuser, Sprachen, Staatsstreiche in der Türkei; Deutschland liegt noch vor der zweiten Tür. Der kurze Titel im Feld ist die erste Hälfte des Satzes, der das Buch ist.
Inhalt
Die Erzählerin wächst zwischen Malatya, Istanbul, Großmutter, Großvater, der Mutter, die arbeitet, dem Vater, der scheitert und wieder aufsteht. Özdamar erzählt in einem Deutsch, das türkische Fügungen trägt, ohne Untertitel zu sein: Wiederholung, Märchenlogik, politische Kälte. Militär, Schule, die Straße, das Theater, das schon lockt. Es ist ein Kindheitsroman, der nicht das Erwachsenwerden als Ziel hat, sondern das Durchqueren von Räumen.
Die Karawanserei des Titels ist das Leben als Durchgang: man kommt, man geht, man bleibt nicht. Die Großmutter gibt Sätze, die älter sind als der Staat; der Staat gibt Schläge und Fahnen. Özdamar mischt das Komische und das Brutale, ohne Folklore für deutsche Leser zu liefern. Wer Exotik sucht, trifft Arbeit, Hunger, den Witz der Frauen, die den Haushalt und die Geschichte zugleich schleppen.
Deutschland, die Fabrik, Besson, die Bühne – das liegt in den späteren Berliner Büchern. Hier endet der Roman, wo die zweite Tür noch Zukünftiges ist. Genau das unterscheidet ihn von der Ankunftsprosa, die mit dem Bahnhof beginnt. Özdamar hat zuerst eine ganze Welt geschrieben, die nicht Erklärung der Migration ist. Die Sprache ist das Ereignis: Deutsch, das sich umgebaut hat, weil die Kindheit anders klang.
Einordnung
Özdamar hat 1992 der deutschen Literatur die türkische Kindheit als deutsche Prosa gegeben, nicht als Übersetzung. KiWi bleibt das Haus. Der Roman erhielt den Ingeborg-Bachmann-Preis schon als Vorabdruck und hat eine Gattung eröffnet, die man später oft nur als „Migrantenliteratur“ führte – ein Wort, das die Kunst der Sätze unterschlägt. Neben Terézia Moras Abel und Zafer Şenocaks Enkel steht dieses Mädchen als die Ältere, die das Deutsche umgebaut hat, bevor die Feuilletons den Begriff hatten. Nach der Karawanserei ist Einwanderung in der Literatur eine Form, nicht ein Thema, das man aufsetzt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
