Das terrestrische Manifest

Bruno Latour · 2017 · Sachbuch, Zeitdiagnose


Das Werk
Deutscher Titel: Das terrestrische Manifest
Autor(en): Bruno Latour
Originaltitel: Où atterrir?
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 2017
Schlagwörter: Erde, Globalisierung, Klima, Landung
Sachgebiete: Sachbuch, Zeitdiagnose
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp
Serie: edition suhrkamp
Umfang dieser Ausgabe: 136 Seiten
ISBN: 9783518073629
Verweise


Das terrestrische Manifest erschien 2017 als Où atterrir?, deutsch bei Suhrkamp. Bruno Latour behauptet, die politische Orientierung an links und rechts, global und lokal reiche nicht mehr, seit die Erde als Akteur in den Streit eingetreten sei: Man müsse landen, statt über der Welt zu schweben. Das Buch setzt Wir sind nie modern gewesen in die Klimakrise.

Inhalt

Latour zeichnet Attraktoren: die Globalisierung, die den Boden verlässt; das Lokale, das sich einmauert; Trump als Absage an eine gemeinsame Welt; das Terrestrische als dritter Pol, der Boden, Klima, Lebewesen als Streitpartner nimmt, nicht als Kulisse. Die Natur der Moderne – draußen, stumm, verfügbar – sei politisch erstarrt. Dagegen die kritische Zone, dünn, bewohnt, umkämpft. Der Ton ist erzählend, mit Skizzen, näher am Pamphlet als an der Akteur-Netzwerk-Abhandlung.

Unsicher bleibt, wie Landung Institution wird. Kritik nannte Unschärfe, Unterbestimmung von Klasse und Staat, die Gefahr, aus der Erde eine Metapher zu machen, die Herrschaft verschleiert. Latour kennt den Vorwurf aus 1991 und hält an der Beschreibung fest, weil Denunziation die Moderne wiederholt. Die Stärke ist die Verschiebung der Landkarte. Die Schwäche ist die Kürze, die Politik andeutet und nicht organisiert.

Wer nur den Klimapolitiker der späten Jahre sucht, findet das Manifest. Wer nur 1991 kennt, unterschlägt die Landung. Saito und Ghosh teilen das Problem, nicht die Methode: Stoffwechsel und Imagination gegen Latours Attraktoren.

Einordnung

Nach der Pandemie und vor den nächsten Verträgen bleibt das Büchlein die Formel, mit der Latour öffentlich wurde, ohne das Labor zu verleugnen. Wer nach 2017 über Globalisierung spricht, als gäbe es den Boden nicht, hat nicht gelandet. Zeitdiagnose heißt hier: die Erde als Streit, nicht als Heimatkitsch.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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