Der Kaufmann von Venedig
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Kaufmann von Venedig |
| Autor(en): | William Shakespeare |
| Originaltitel: | The Merchant of Venice |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1596 |
| Schlagwörter: | Shylock, Pfund Fleisch, Venedig, Gnade |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 119 Seiten |
| ISBN: | 9783150000359 |
| Verweise | |
Der Kaufmann von Venedig ist die um 1596 entstandene Komödie von William Shakespeare. Antonio borgt bei dem Juden Shylock auf ein Pfund Fleisch; Porzia rettet ihn vor Gericht und ruiniert den Gläubiger. Das Stück hat Jahrhunderte als Judenposse gespielt und enthält die Rede, die das verbietet.
Inhalt
Bassanio braucht Geld, um in Belmont um Porzia zu werben. Antonio, dessen Schiffe auf allen Meeren sind, hat kein Bargeld und geht zu Shylock. Zwischen ihnen steht der alltägliche Hass der Stadt: Antonio spuckt auf den Juden, schimpft ihn Hund, leiht ohne Zinsen und durchkreuzt dessen Geschäfte; Shylock hasst ihn dafür und für das Volk, das ihn so behandelt. Der Vertrag – drei Tausend Dukaten, pfandweise ein Pfund Fleisch aus Antonios Brust – ist Rache in Rechtsform. Bassanio gewinnt Porzia, weil er den bleiernen Kasten wählt, nicht Gold und Silber. Jessica, Shylocks Tochter, flieht mit Lorenzo, nimmt Geld und Steine mit, wird Christin. Shylock erfährt die Flucht in einem Atem mit den Schiffen, die untergegangen sein sollen, und klammert sich an den Schein.
Vor dem Dogen fordert er das Pfund. Die Gnade, die man ihm predigt, hat ihm niemand gewährt; das Recht von Venedig, das den Handel schützt, muss auch diesen Handel schützen. Porzia kommt als junger Rechtsgelehrter aus Padua, spricht zuerst die Rede von der Gnade, die wie der Regen vom Himmel fällt, und kippt dann den Vertrag: Fleisch ja, kein Blut; genau ein Pfund, kein Haar darüber. Shylock ist gefangen in der Buchstabenfalle, die er selbst aufgemacht hat. Das Gericht nimmt ihm Gut und Glauben: die eine Hälfte dem Staat, die andere Antonio, der sie Jessica vermacht, unter der Bedingung, dass Shylock Christ werde. Er geht krank hinaus. Die Komödie geht nach Belmont weiter.
Dort Ringe, Mondschein, Paare. Jessica hat ein Haus gewonnen und den Vater verloren; Lorenzo spricht über Musik, als wäre das die Lösung. Antonio erfährt, dass seine Schiffe doch ankommen. Shylock kommt in diesem Akt nicht mehr vor. Das Stück hat ihn gebraucht, um die Gefahr zu erzeugen, und entlässt ihn mit Zwangstaufe und Enteignung, während die Christen heiraten. Seine Rede – Hat nicht ein Jude Augen, Hände, Organe, Leiden? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? – steht im Text und hat die Aufführungsgeschichte nicht gehindert, ihn mit der Nase und dem Messer zur Figur des Hasses zu machen. Beides ist das Stück: die christliche Stadt, die sich als Gnade inszeniert, und der Mann, der das Pfund Fleisch will.
Einordnung
Shakespeare hat eine Komödie geschrieben, deren Bösewicht die stärksten Sätze hat und deren versöhnlicher Schluss ihn ausschließt. Die antisemitische Bühnenüberlieferung – der Hund, der Haken, das Gelächter, wenn das Messer gewetzt wird – hängt am Text, nicht nur an seinen Missbrauchern: Shylock fordert das Fleisch, Jessica wird als Diebstahl und Übertritt erzählt, der Doge spricht als christliche Obrigkeit. Zugleich ist Shylock der einzige, dem die Stadt ihre Heuchelei sagt, und die Gnadenrede Porzias richtet sich gegen den, dem sie nie galt. Lessings Nathan der Weise setzt dagegen den Juden, der die Ringparabel hält und das Haus versöhnt; hier versöhnt das Haus ohne ihn. Othello spielt denselben Staat mit einem anderen Fremden. Wer Shylock nur als Opfer liest, streicht das Messer. Wer ihn nur als Karikatur liest, streicht die Augen. Das Stück hält beides und bleibt darum nicht heil.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
