Die Vegetarierin
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Vegetarierin |
| Autor(en): | Han Kang |
| Originaltitel: | 채식주의자 |
| Originalsprache: | koreanisch |
| Erstveröffentlichung: | 2007 |
| Schlagwörter: | Seoul, Körper, Gewalt, Verwandlung |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Aufbau
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| Umfang dieser Ausgabe: | 192 Seiten |
| ISBN: | 9783351036720 |
| Verweise | |
Die Vegetarierin ist der 2007 erschienene Roman von Han Kang, im Koreanischen Chaesikjuuija. Yeong-hye, unauffällige Ehefrau in Seoul, stellt nach einem Traum das Fleischessen ein; der Mann, die Familie, der Schwager-Künstler und die Schwester In-hye geraten in eine Gewalt, die schon da war, bevor der Traum kam. Der internationale Booker-Preis von 2016 hat das Buch in die Welt getragen; die deutsche Übersetzung von Ki-Hyang Lee erschien bei Aufbau. Han Kang schreibt kühl, in drei Teilen, drei Blicken auf eine Frau, die am Ende Pflanzen sein will.
Inhalt
Der erste Teil gehört dem Ehemann: Yeong-hye ist praktisch, farblos, fügsam, bis sie nachts den Kühlschrank leert und Fleisch verweigert. Die Familie zwingt, der Vater schlägt, sie schneidet sich die Pulse. Der zweite Teil gehört dem Schwager, einem Videokünstler, der ihren fleckigen Körper bemalt und mit ihr schläft, während sie kaum noch isst; die Kunst ist Übergriff, die sie zulässt, weil sie schon nicht mehr ganz im menschlichen Vertrag steht. Der dritte Teil gehört In-hye, der älteren Schwester, die den Mann, das Kind, die Klinik und die Schuld trägt.
Yeong-hye will aufhören, Tier zu sein, das andere Tiere isst. Sie steht auf den Händen, will Wurzeln, lehnt Löffel ab. Han Kang lässt das nicht als Mode oder Moral. Es ist die Absage an eine Welt, in der der Körper der Frau Verfügungsmasse ist – des Mannes, des Vaters, des Künstlers, der Klinik. Die Träume von Blut und Wald kommen vor der Weigerung; die Weigerung macht sie sichtbar. In-hye begreift spät, dass das normale Leben die andere Gewalt war.
Das Ende ist die Klinik, der Wald draußen, In-hye, die nicht weiß, ob sie nachfolgt oder zurückfährt. Wer nur die Anklage des Patriarchats sucht, unterschlägt Yeong-hyes Wunsch, Pflanze zu werden, der über die Anklage hinausgeht. Wer nur die Verwandlung als Phantastik liest, unterschlägt den Vater am Tisch. Der Titel ist untertrieben: Es geht nicht um die Diät.
Einordnung
Han Kang hat der südkoreanischen Gegenwartsprosa den Körper als Kriegsgebiet gegeben. Der spätere Nobelpreis von 2024 hat das Frühwerk nachträglich beleuchtet; Die Vegetarierin bleibt das schärfste der kurzen Bücher. Wer nach 2007 über Seoul, Familie und die Verfügung über Fleisch und Frau spricht, spricht hinter Yeong-hye. Die Übersetzungen haben das Buch geglättet und gerettet; die Härte sitzt in der Dreiteilung.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
