Egmont
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Egmont |
| Autor(en): | Johann Wolfgang von Goethe
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1788 |
| Schlagwörter: | Niederlande, Freiheit, Alba, Volk |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 96 Seiten |
| ISBN: | 9783150000755 |
| Verweise | |
Egmont ist das Trauerspiel von Johann Wolfgang von Goethe, 1788 gedruckt und 1789 in Mainz uraufgeführt. Goethe hat zwölf Jahre daran geschrieben, vom Frankfurter Sturm und Drang bis zur italienischen Klärung, und aus dem Grafen Lamoral von Egmond einen Mann gemacht, der der spanischen Krone traut, bis der Herzog von Alba ihn holt. Das Stück verlangt Musik; Beethovens Schauspielmusik von 1810 hat den Schluss in die Konzertsäle getragen, oft ohne das Drama, das ihn erst begründet.
Inhalt
In Brüssel, unter der Regentschaft Margaretes von Parma, liebt das Volk den Grafen Egmont: Sieger von Gravelingen, Ritter vom Goldenen Vließ, leutselig, unvorsichtig. Die Bürger auf dem Platz reden von Psalmenverbot, Inquisition und neuen Bistümern; sie schelten Philipp II. und schonen ihn doch, weil der Vater Karl V. größer war. Oranien denkt weiter und sagt Egmont, was kommt: Alba, Truppen, ein Gericht, das nicht verhandelt. Egmont bleibt. Er hält sich für gedeckt durch Rang und Vließ, und er will die Niederländer nicht durch Flucht entmutigen. In einem Bürgerhaus wartet Klärchen, die ihn liebt und den bürgerlichen Brackenburg darüber vergisst; die Mutter fürchtet das Gerede, Brackenburg trägt Gift bei sich und trinkt es noch nicht.
Alba kommt. Margarete weicht. Oranien geht. Egmont reitet in die Falle, die ein Gespräch heißen soll, und wird verhaftet. Der Blutrat tagt; Hochverrat ist der Name, den die Krone für Ungehorsam hat. Klärchen läuft auf die Gasse und fordert das Volk auf, den Grafen zu befreien. Die Bürger, die ihn gestern noch priesen, ducken sich vor den spanischen Spießen. Sie nimmt das Gift, das Brackenburg nicht zu Ende gebracht hat. Im Kerker spricht Ferdinand, Albas Sohn, mit dem Gefangenen und zeigt eine Regung, die der Vater nicht kennt. Egmont begreift spät, dass Leichtsinn keine Politik ist, und behält doch die Haltung, die das Stück an ihm rühmt: er will nicht als Geduckter sterben.
In der letzten Nacht träumt Egmont die Freiheit als Gestalt – Klärchen, bekränzt, die den Weg zum Schafott als Sieg weist. Er erwacht und geht zur Hinrichtung, als ginge er zu einem Fest, das das Volk noch nicht feiern darf. Alba hat den Mann, nicht das Land: der Krieg der Niederlande beginnt erst. Goethe hat den historischen Egmond, den Ehemann und Vater, zum Ledigen gemacht, damit Klärchen die Freiheit lieben kann und nicht nur den Grafen. Der Schluss ist Oper, bevor die Oper ihn übernimmt: ein politisches Trauerspiel, das sich der Allegorie nicht schämt, weil die Geschichte dem Leichtsinn keine zweite Chance gibt.
Einordnung
Der Egmont steht zwischen Götz von Berlichingen und der Weimarer Klassik: die Volkszenen und der Charakterheld stammen aus dem Sturm und Drang, die Straffung und der Traum der Freiheit aus den Jahren, in denen Goethe den Götz hinter sich ließ. Schiller hat das Stück 1796 für Weimar eingerichtet und den Schluss gedämpft; Beethoven hat ihn wieder aufgehoben. Neben Oraniens Klugheit wirkt Egmonts Vertrauen blind, und gerade diese Blindheit macht ihn zum Gegenbild des Torquato Tasso, der am Hof zugrunde geht, weil er zu viel ahnt. Die niederländische Erhebung ist bei Goethe kein Lehrstück über den richtigen Aufstand; sie ist die Probe, dass Beliebtheit vor Alba nicht schützt. Die deutschen Freiheitsdramen nach ihm sind oft lauter geworden und seltener so genau über das Volk, das den Helden liebt und ihn nicht holt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
