Götz von Berlichingen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Götz von Berlichingen |
| Autor(en): | Johann Wolfgang von Goethe
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1773 |
| Schlagwörter: | Ritterstück, Faustrecht, Freiheit, Treue |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 129 Seiten |
| ISBN: | 9783150000717 |
| Verweise | |
Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand ist das Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe, 1773 anonym gedruckt und 1774 in Berlin uraufgeführt. Der junge Autor nimmt die Lebensbeschreibung des Reichsritters und macht daraus ein Ritterstück in mehr als fünfzig Szenen, das die französischen Einheiten sprengt und das Faustrecht gegen die Kanzlei stellt. Zusammen mit den Leiden des jungen Werther hat dieser Götz den Sturm und Drang auf die Bühne und in die Stuben Europas getragen.
Inhalt
Götz von Berlichingen, Reichsritter mit der eisernen Hand, haust auf Jaxthausen nach eigenem Recht: Fehde, Treue, ein Wort, das gilt, solange der Kaiser fern ist und die Schriftgelehrten nah. Sein Jugendfreund Adalbert von Weislingen gerät an den Hof des Bischofs von Bamberg, wo Adelheid von Walldorf ihn an sich bindet; aus dem Gefährten wird der Gegner, der Götz in die Acht bringen hilft. Elisabeth, Götz’ Frau, hält das Haus, während die Schwester Maria dem treulosen Weislingen verlobt war und nun zwischen Treue und Enttäuschung steht. Bruder Martin, ein junger Mönch mit Luthers Unruhe, erkennt in Götz die Freiheit, die das Kloster nicht kennt. Die Welt teilt sich in Burg und Kanzlei, in Faustrecht und römisches Recht, und Götz versteht nur die erste.
Weislingen steigt, Götz wird geächtet, befreit, wieder gestellt. Adelheid lenkt den Hof wie ein Spiel, in dem Männer fallen: Franz, Weislingens Page, vergiftet den Herren auf ihr Geheiß, als Weislingen zu Maria zurückwill, und erhängt sich; Adelheid selbst fällt der Feme zum Opfer. Götz, zwischen Kaiserloyalität und Eigensinn, gerät in den Bauernkrieg. Er übernimmt die Hauptmannschaft, um zu mäßigen, und muss zusehen, wie der Aufstand mordet, wo er Recht wollte. Er sagt sich los, wird gefangen, sitzt in Heilbronn. Die Antwort an den Hauptmann, der die Übergabe von Jaxthausen fordert, ist der Satz geworden, den die Sprache als Götz-Zitat führt: Respekt vor dem Kaiser, Verachtung für den Knecht, der in dessen Namen spricht.
Im Kerker stirbt der Ritter. Elisabeth bleibt bei ihm; die Welt, sagt sie, sei ein Gefängnis, Freiheit gebe es nur droben. Götz ruft nach besseren Zeiten und nach Freiheit, und mit diesem Wort endet das Stück – nicht als Sieg, als Nachklang. Der Mann, der keine Kanzlei anerkennen wollte, stirbt in einer, und die eiserne Hand, die ihm im Kampf diente, reicht an die Gitter nicht heran. Goethe hat dem historischen Berlichingen die Größe gegeben, an der das Reich zerbricht: Treue ohne Amt, Mut ohne Staat, ein Charakter, der die neue Zeit nicht überlebt und sie doch als Maß anklagt.
Einordnung
Der Götz ist das deutsche Shakespeare-Stück des 18. Jahrhunderts: Szenenwechsel statt Einheit des Orts, Volksstimmen neben Fürsten, eine Sprache, die den Bauern grob und den Hofmann glatt reden lässt. Herder hatte den jungen Goethe auf das Volksbuch und auf das englische Theater gestoßen; die anonyme Ausgabe von 1773 wirkte wie ein Paukenschlag gegen die Regelpoetik. Schillers Die Räuber nehmen denselben Furor auf und richten ihn gegen das eigene Haus; der Egmont wird die Freiheit später als Traum einer Nacht formulieren, nicht als Faustrecht. Neben dem Werther bleibt der Götz Goethes Durchbruch, und neben Shakespeares Hamlet das Stück, an dem die Deutschen lernten, dass ein Charakter mehr Szenen brauchen kann, als die französische Bühne erlaubte. Das Ritterstück ist seither oft Kostüm geworden; bei Goethe ist es die Klage, dass die Freiheit des Einzelnen den Staat nicht ersetzt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
