Autor:Karl Rahner

1904 1984
(Weitergeleitet von Karl Rahner)

Karl Rahner (1904–1984), in Freiburg im Breisgau geboren, hat der katholischen Theologie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil den Hörer zurückgegeben, bei dem der Glaube ansetzt. Grundkurs des Glaubens ist die Summe: Gott als absolutes Geheimnis, der Mensch als Offenheit auf dieses Geheimnis, Jesus als endgültige Selbstmitteilung Gottes.

Leben

Jesuit, Innsbruck, Wien, München, Münster: Dogmatik als Beruf, nicht als Behörde. Der Umweg war das Konzil, das er als Berater mitprägte, und die Weigerung, danach nur zu protokollieren. Rahner schrieb für Leser, die mitdenken sollten, Aufsätze in Mengen, Lexikonartikel, den einen Band, der die Menge bindet. Er starb in Innsbruck, der Theologe einer Kirche, die er öffnete, ohne sie zu verlassen.

Wirkung

Rahner hat den Glauben vom endlichen Geist her gesagt, der einen Horizont voraussetzt, der selbst nicht Gegenstand wird. Das nannte die Schule transzendentale Anthropologie; im Grundkurs heißt es: Wer Gott wie ein Ding beweist, hat ihn verloren. Das anonyme Christentum – Gnade außerhalb des Namens – hat die Kirche geweitet und die Gegner aufgebracht, weil es die Taufe nicht für den einzigen Ort der Nähe hält. Herder hat den Band 1976 gebunden; Generationen haben daran Dogmatik gelernt, auch wo sie widersprachen.

Man hat ihm Weichheit vorgeworfen, eine Transzendentalie ohne sichtbare Kirche, eine Moderne, die zu versöhnlich ankommt. Der Vorwurf trifft eine Absicht. Wer Rahner nur als Konzilsvater liest, hat den Gedankengang nicht, der immer wieder beim Hörer ansetzt. Wer ihn nur als Philosophen des Geheimnisses liest, unterschlägt die Christologie als Ernstfall der Anthropologie. Innerhalb der katholischen Theologie der zweiten Jahrhunderthälfte ist nach ihm oft nur noch mit ihm oder gegen ihn gearbeitet worden, selten an ihm vorbei.

Werke

In Auswahl außerdem: Hörer des Wortes, Schriften zur Theologie.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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