Autor:Lewis R. Binford

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Lewis R. Binford (1931–2011), in Norfolk in Virginia geboren, hat die Archäologie der Vereinigten Staaten aus der Typologie in die Prüfung von Hypothesen gestoßen. New Perspectives in Archaeology ist das Programm der neuen, bald prozessual genannten Archäologie: Systeme, die sich messen lassen, statt Völker, die man aus Scherben liest.

Leben

Kriegsmarine, Anthropologie, die Lehre in Chicago, New Mexico, später Southern Methodist. Der Umweg war die Ethnographie der Jäger: Binford ging zu den Nunamiut, um zu sehen, was Knochenstreuung bedeutet, bevor er sie in der Steinzeit deutete. Der Streit mit François Bordes über das Mousterien – Stile oder Tätigkeiten – wurde zur Urszene. Er starb in Kirksville. Die Schule war laut, die Feldarbeit lang.

Wirkung

Binford hat dem Fach die Frage gestellt, ob es Wissenschaft sei oder Sammlung. Hypothese, Test, Anpassung: Wörter, ohne die die angloamerikanische Archäologie nach 1968 nicht mehr sprach, auch wo sie ihm widersprach. Hodders Sinn und Symbol sind die Gegenbewegung, die diesen Materialismus braucht.

Gelesen wird er als Technokrat der Gruben. Wer nur den Jargon der Systeme meint, unterschlägt die Nunamiut. Wer nur die Ethnographie meint, unterschlägt den Ton, der Europa für unreif erklärte. Neben Childe steht er als der Amerikaner, der Revolution durch Prozess ersetzte – und das Ereignis dafür aus dem Blick verlor.

Werke

In Auswahl außerdem: An Archaeological Perspective, In Pursuit of the Past, Bones. Ancient Men and Modern Myths.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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