Autor:Liaquat Ahamed

1952
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Liaquat Ahamed (geb. 1952), in Kenia geboren und in englischer und amerikanischer Ökonomie ausgebildet, hat die Weltwirtschaftskrise als Geschichte von vier Zentralbankern erzählt. Herren der Finanzen von 2009, im Original Lords of Finance, erhielt 2010 den Pulitzerpreis für Geschichte; der Band erschien mitten in der Finanzkrise und wurde als Spiegel gelesen.

Leben

Der Großvater war aus Gujarat über Sansibar nach Kenia gekommen; Ahamed wuchs teils in Indien auf, besuchte Rugby School, studierte Wirtschaft am Trinity College in Cambridge und in Harvard. Der Umweg ist die Praxis: Jahrzehnte als Anlageverwalter, darunter die Leitung der Anlagesparte der Weltbank und später eine New Yorker Vermögensverwaltung. Die Idee zum Buch kam ihm 1999 bei einer Titelgeschichte über Alan Greenspan, Robert Rubin und Lawrence Summers als Ausschuss zur Rettung der Welt: Dieselbe Geschichte, erkannte er, ließ sich über die zwanziger Jahre erzählen. Er lebt als Autor und Stiftungsrat in den Vereinigten Staaten.

Wirkung

Ahamed hat die Große Depression von den Personen her lesbar gemacht: Montagu Norman, Émile Moreau, Hjalmar Schacht, Benjamin Strong, vereint in der Furcht vor der Inflation und in der Rückkehr zum Gold. John Maynard Keynes läuft als Kritiker mit. Das verschob die Krisengeschichte weg vom bloßen Datum 1929, hin zu den Entscheidungen von Männern, die fehlbar waren und deren Irrtum Millionen traf. Erzählerische Dichte und die Kenntnis des Geschäfts erklärten den Erfolg beim Preis und beim Publikum.

Die linke Kritik, etwa in der New Left Review, nannte den Band eine Verteidigung heutiger Herren der Finanzen: Er verdamme das Quartett der zwanziger Jahre, um die Weisheit späterer Retter zu unterstreichen. Das trifft eine Gefahr der Form, widerlegt die Archive nicht. Wer Ahamed nur als Preisträger der Krise von 2008 liest, unterschlägt die ältere Geschichte, die er aus den Lebensläufen zieht. Wer nur den Erzähler rettet, unterschlägt, dass das Buch Politikberatung im Gewand der Historie ist: Zentralbanker können die Welt zerbrechen. 2014 folgte eine Reportage über den Internationalen Währungsfonds.

Werke

In Auswahl außerdem: Money and Tough Love.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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