Madeleine L'Engle (1918–2007), in New York geboren, hat dem Jugendbuch Physik und Glauben in denselben Satz gelegt. Die Zeitfalte schickt ein Mädchen, ihr hellsichtiges Brüderchen und einen Mitschüler durch gefalteten Raum, um den Vater von einem Planeten zu holen, auf dem alle denselben Rhythmus tanzen.
Leben
Schauspiel, Heirat, Jahre in einem alten Haus in Connecticut, später Bibliothekarin an der Cathedral of St. John the Divine in New York. Der Umweg war die Ablehnung: Sechsundzwanzig Verlage wollten das Manuskript nicht, weil ihnen Zielgruppe und Gattung unklar waren. 1962 erschien es, 1963 die Newbery-Medaille. Die erste deutsche Fassung hieß 1968 Spiralnebel 101; Wolf Harranths Zeitfalte kam 1984. Sie starb in Litchfield in Connecticut.
Wirkung
L'Engle hat die Rettung nicht der Waffe und nicht dem reinen Verstand überlassen. Meg ist unbeholfen, Charles Wallace zu hell, Calvin der Freund von der Schule; die Falte – das Tesserakt – ist Physik als Bild, die dunkle Sache auf Camazotz Gleichschritt als Unheil. Liebe wird zur Kraft, ohne dass die Bibel wörtlich zitiert werden muss. Das Buch traf Leser, die Andacht und Naturwissenschaft nicht trennen wollten, und solche, die nur das Abenteuer der Geschwister suchten.
Schulen in den Vereinigten Staaten haben es kanonisiert und angefochten, oft wegen des Glaubens, oft wegen der Wissenschaft. Wer L'Engle nur als christliche Erzählerin führt, unterschlägt die Strenge der Bilder, in denen Gleichschritt und Abwesenheit des Vaters dasselbe Gesicht haben. Wer nur den Zukunftsroman für Kinder will, trifft ein Buch, das Gebet nicht als Lösung ausgibt, sondern als Beziehung. Die späteren Bände der Zeitreihe haben nachgelegt; der erste blieb der, den Verlage nicht einordnen konnten und Kinder sofort verstanden.
Werke
- Die Zeitfalte (1963)
In Auswahl außerdem: Die Tür zur andern Zeit, Der Riss im Raum.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.