Penthesilea
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Penthesilea |
| Autor(en): | Heinrich von Kleist
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1808 |
| Schlagwörter: | Amazonen, Liebe, Schlacht, Raserei |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 128 Seiten |
| ISBN: | 9783150013052 |
| Verweise | |
Penthesilea ist das Trauerspiel von Heinrich von Kleist, 1808 erschienen, auf der Bühne erst 1876 in Berlin. Vor Troja trifft die Amazonenkönigin den Griechen Achill, und das Gesetz ihres Reichs – den Mann im Kampf zu besiegen, bevor die Liebe erlaubt ist – zerreißt an diesem einen Gegner. Kleist hat die Antike nicht als Maß, sondern als Wunde geschrieben; Goethe hat sich mit der Königin nicht befreunden können und das Stück nicht aufgeführt.
Inhalt
Die Amazonen kämpfen nach dem Gesetz der Tanaïs: Sie müssen Bräutigame auf dem Schlachtfeld erbeuten, sie im Rosenfest zu Vätern machen und wieder entlassen; wer fällt oder liebt ohne Sieg, bricht die Ordnung des Frauenstaats. Penthesilea sieht Achilles und will nicht einen Mann, sie will diesen. Die Freundin Prothoe erkennt die Gefahr früher als die Königin. Die Griechen, Odysseus voran, wollen Achill aus dem Gemetzel ziehen, das nicht mehr um Helena geht, sondern um eine Frau, die ihre eigenen Kriegerinnen in Verwirrung bringt. Der Kampf zwischen den beiden ist doppelt: Wer siegt, darf lieben; wer unterliegt, darf nicht. Penthesilea stürzt, bewusstlos, und hat nach ihrem Gesetz verloren.
Achill, getroffen von ihr wie sie von ihm, lügt den Sieg um. Er will ihr folgen, nicht sie als Beute nach Phthia führen, und gibt vor, sie habe ihn bezwungen, damit das Rosenfest die Liebe decke. Boten, Beobachter, die verdeckte Handlung, die Kleist größer macht als den Auftritt, tragen diese Schonung als Missverständnis weiter. Die Amazonen rufen die Königin zurück in den Staat; die Griechen rufen Achill zurück in den Krieg. Er kommt noch einmal, um einen Scheinkampf zu liefern, den sie gewinnen soll – ein Ritterspiel, das ihre Würde retten würde. Die Nachricht erreicht Penthesilea als Herausforderung auf Leben und Tod. Sie versteht den Geliebten als Sieger, der sie demütigen will, und rüstet die Hunde.
Sie hetzt Achill, durchbohrt ihn, lässt die Hunde an ihm und schlägt die Zähne in seine Brust. Dann wird die Welt still genug, dass Prothoe und die Ihren ihr sagen können, was er wollte. Penthesilea begreift den Irrtum als eigene Tat, nicht als Schicksal: Sie hat geliebt, wie ihr Gesetz das Töten vorschrieb, und getötet, wo er das Gesetz für sie beiseite schob. Sie steigt in die eigene Brust »gleich einem Schacht« und gräbt sich ein Gefühl hervor, so kalt wie Erz, das als Dolch taugt. Sie stirbt ohne fremde Klinge, bei dem Toten, den sie nicht lassen und nicht haben konnte. Das Trauerspiel hat vierundzwanzig Auftritte ohne Akte; die Form folgt der Raserei, nicht der Regel.
Einordnung
Kleist hat gegen die Weimarer Antike ein Gegenbild gesetzt: nicht Iphigenies Maß, sondern den Riss, in dem Liebe und Krieg dieselbe Bewegung sind. Neben Faust steht Penthesilea als die andere deutsche Begegnung mit Griechenland – hier wird nichts erlöst. Goethe hat die Ablehnung ausgesprochen, die das 19. Jahrhundert lange teilte; das 20. hat das Stück als Seelendrama und als Vorläufer einer Moderne gelesen, die den Körper nicht mehr vom Gesetz trennt. Mit dem zerbrochnen Krug teilt es das Jahr 1808 und sonst fast nichts; mit dem Prinz Friedrich von Homburg die Frage, was ein Mensch darf, wenn Gefühl und Satzung auseinandertreten. Die Bühne muss die Hunde aushalten oder sie verraten; beides ist vorgekommen.
Ideen
Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.
Hybris (wichtig)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
