Richard III.

William Shakespeare · 1593 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Richard III.
Autor(en): William Shakespeare
Originaltitel: The Tragedy of King Richard the Third
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1593
Schlagwörter: Thron, Missgestalt, Morde, Bosworth
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 164 Seiten
ISBN: 9783150000625
Verweise


Richard III. ist die um 1593 entstandene Historie von William Shakespeare, Schlussstein der York-Lancaster-Stücke. Richard, Herzog von Gloucester, holt sich die Krone durch Rede, Werbung und Mord und fällt bei Bosworth. Das Stück ist der Bösewicht als Hauptdarsteller.

Inhalt

Der Winter unseres Missvergnügens ist vorbei, der Sommer des Hauses York da – und Richard, der nicht zum Liebhaber gebaut sei, beschließt, ein Schurke zu sein. Der Prolog ist ein Vertrag mit dem Publikum: Es wird ihm zusehen und ihm folgen, solange er redet. Er hetzt Clarence gegen den König, lässt Clarence im Fass ertränken, wirbt um Lady Anne neben der Leiche des Mannes, den er getötet hat, und gewinnt sie, weil die Rede stärker ist als die Trauer. Die Könige sterben, die Söhne Edwards kommen in den Tower. Hastings, der nicht mitspielt, verliert den Kopf in einer Sitzung. Richard spielt den Frommen, der die Krone nicht will, und lässt sich bitten.

Die Kinder im Tower werden umgebracht. Buckingham, der Helfer, zögert und fällt. Königin Margareta, Witwe aus dem vorigen Krieg, geht als Fluch durch die Höfe und sagt voraus, was eintrifft. Richards Mutter verflucht den Sohn. Er bietet der Schwägerin die Tochter als Braut, um das Haus zu kitten, und redet, als wäre Morde eine Form der Politik unter anderen. Vor Bosworth sitzen die Toten an seinem Lager: Clarence, die Kinder, Anne, Buckingham. Der Schlaf, den Macbeth später ganz entzieht, ist hier eine Nacht voll Ankläger. Richmond, der spätere Heinrich VII., spricht das Gegengebet. Die Schlacht ist kurz. Richard verliert das Pferd und bietet das Königreich dafür; er fällt. Das Haus Tudor schließt den Bürgerkrieg, den das Stück als Schlachthaus gezeigt hat.

Richards Missgestalt ist im Text die sichtbare Schuld und das Vorurteil, das er selbst zur Waffe macht. Er holt die anderen dort, wo sie heilig oder eitel oder ängstlich sind, und bleibt bis kurz vor Ende der Klügste auf der Bühne. Das Publikum lacht mit, bis die Kinder tot sind, und hat dann denselben Mann noch immer als Führer durch den Abend. Die Historie ist Propaganda für die Tudors und zugleich das Porträt einer Lust am Bösen, die keine Lehre löscht. Richmond siegt; der Witz lag bei Richard.

Einordnung

Shakespeare hat dem Schurken das Stück gegeben, nicht dem Recht. Neben Julius Cäsar, der den Mord als Rettung denkt, und Macbeth, der nach der Krone nicht mehr schläft, steht Richard als der, der die Krone genießt, solange er sie spielt. Die Elisabethaner sahen die Warnung vor dem Bürgerkrieg; die Neuzeit hat die Rolle zum Fest für den Darsteller gemacht, oft ohne die Kinder. Hamlet zweifelt, Richard nicht. Die Räuber haben den bösen Bruder Franz; hier ist der böse Bruder der ganze Staat. Die angegebene Reclam-Ausgabe folgt der Schlegel-Übersetzung. Das hinkende Königreich für ein Pferd ist seither das Zitat; das Stück ist länger als der Satz und kälter.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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