Risk, Uncertainty, and Profit
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Risk, Uncertainty, and Profit |
| Autor(en): | Frank H. Knight
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| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1921 |
| Schlagwörter: | Ungewissheit, Gewinn, Unternehmer, Risiko |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | www.bnpublishing.com
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| Umfang dieser Ausgabe: | 390 Seiten |
| ISBN: | 9781684113798 |
| Verweise | |
Risk, Uncertainty, and Profit ist das 1921 erschienene Hauptwerk von Frank H. Knight, aus einer Cornell-Dissertation hervorgegangen und in Chicago zu Ende gedacht. Knight bindet den Unternehmergewinn an die Ungewissheit, die sich nicht in Häufigkeiten fassen lässt. Risiko im engen Sinn kennt Würfel, Sterbetafeln, Feuerstatistiken: Man kann es versichern, weil sich Wahrscheinlichkeiten angeben lassen. Ungewissheit ist die Lage dessen, der ein neues Gut, eine unbekannte Nachfrage, eine unerrechnete Methode wagt. Gewinn ist der Rest, der bleibt, weil die Welt nicht rechnet wie eine Versicherung. Deutsch liegt derselbe Text als Risiko, Ungewissheit und Gewinn vor.
Inhalt
Knight geht von einem Ärgernis der klassischen und der Grenznutzenschule aus: Im vollkommenen Wettbewerb, so die Lehre, bleibt kein Gewinn übrig, sobald alle Faktoren ihren Preis erhalten haben. Warum gibt es ihn trotzdem? Weil vollständige Voraussicht ein Grenzbegriff ist, kein Bild der Wirtschaft. Wo sich Risiken messen lassen, werden sie zu Kosten – Prämien, Rückstellungen, der Preis der Vorsicht. Wo sich keine Verteilung angeben lässt, braucht es ein Urteil. Der Unternehmer ist nicht der Kapitalist als solcher und nicht der Aufseher der Routine; er entscheidet unter Ungewissheit und haftet mit dem Rest, der nach allen vertraglichen Ansprüchen bleibt. Wer Risiko und Ungewissheit vermengt, macht aus der Wirtschaft entweder ein Glücksspiel, das nur Zufall verteilt, oder eine Verwaltungsaufgabe, die sich durchrechnen lässt. Knight hält beides für falsch. Die Firma entsteht als Ort, an dem solche Urteile gebündelt werden, sobald der Markt der vollkommenen Konkurrenz an der Zukunft scheitert.
Die Untersuchung bleibt in der Tradition, die sie sprengt. Knight schreibt über Kosten, Wettbewerb, die Grenzen der Voraussicht, mit einer Prosa, die hart und oft umständlich ist, ohne die spätere Öffentlichkeit Milton Friedmans. Vollständige Konkurrenz erklärt, was Preise tun, wenn niemand die Zukunft kennen muss; sie erklärt nicht, warum Menschen Organisationen bilden, die Verantwortung tragen. Ronald H. Coase’ Die Natur der Unternehmung zehrt von dieser Lücke, auch wo Coase Transaktionskosten statt Ungewissheit in den Vordergrund stellt. Zugleich ist das Buch eine Warnung vor der Planung: Wer Ungewissheit für Risiko hält, glaubt rechnen zu können, wo nur Entscheidung bleibt. Knight, der Max Webers Wirtschaftsgeschichte ins Englische brachte und Carl Menger den naiven Ökonomismus vorwarf, schreibt Theorie und Moral in einem Zug. Gewinn ist kein Diebstahl und kein Naturgesetz. Er ist der Preis einer Lage, in der niemand die Zukunft kennt.
Chicago hat aus Knight den Vater der Schule gemacht, bevor sie diesen Namen trug. Friedman, George J. Stigler, die nächste Generation haben den Markt als Entdeckungsverfahren gelesen und Knights Skepsis gegen jede Selbstzufriedenheit der Lehre oft hinter sich gelassen. Knight selbst blieb der unbequeme Lehrer: Ethik des Wettbewerbs, Misstrauen gegen Reform wie gegen das bloße Gewährenlassen als Heilslehre, spätere Essays, die das Fach zur Moral zurückbiegen. Wer nur die Unterscheidung Risiko und Ungewissheit als Stichwort kennt, unterschlägt diese Härte. Die Finanztheorie hat Häufigkeiten verfeinert und die Ungewissheit oft achtlos behandelt, als wäre sie ein noch nicht gerechnetes Risiko. Knight hätte widersprochen. Neuauflagen in Chicago haben den Text als Klassiker gehalten, ohne ihn in ein Lehrbuch der Preisstheorie aufzulösen; dafür steht Stiglers The Theory of Price.
Einordnung
Ohne Knight wäre Chicago eine Preisstheorie ohne Philosophie der Ungewissheit. Friedman hat die Voraussage, Friedrich August von Hayek das Wissen in Der Weg zur Knechtschaft, Coase die Firma betont; Knight steht am Anfang als der, der den Gewinn ernst nahm, ohne ihn zu feiern. Neben Kapitalismus und Freiheit ist das Buch das andere Bein: nicht Programm, sondern die Auskunft, warum Wirtschaft ohne Urteil nicht aufgeht. Die deutsche Nationalökonomie hat es spät und oft nur als Unterscheidung zitiert. Die Entscheidungstheorie und die Lehre vom Unternehmer zehren davon, auch wo sie Knight nicht nennen. Wer nach 1921 über Gewinn spricht, als wäre er nur Macht oder nur Zufall, spricht hinter diesem Band oder gegen ihn.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
