The Theory of Price
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | The Theory of Price |
| Autor(en): | George J. Stigler
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| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1946 |
| Schlagwörter: | Preis, Oligopol, Information, Regulierung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Macmillan
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| Umfang dieser Ausgabe: | 340 Seiten |
| ISBN: | 9780024174000 |
| Verweise | |
The Theory of Price ist das 1946 bei Macmillan erschienene Lehrbuch von George J. Stigler, hervorgegangen aus der knapperen Theory of Competitive Price von 1942 und später in Auflagen von 1952, 1966 und 1987 erweitert. Stigler, Schüler Frank H. Knights in Chicago, schreibt die Preistheorie als Handwerk: Nachfrage und Kosten, Konkurrenz und Monopol, der Markt als Ort, an dem sich beobachtbare Größen treffen, nicht als mathematische Zierde. Eine deutsche Gesamtausgabe fehlt; das Buch hat Generationen amerikanischer Seminare geformt, ohne den Ruhm der Nobelpreisrede von 1982 zu teilen.
Inhalt
Stigler beginnt bei dem, was Preise tun, bevor er fragt, was der Staat tun soll. Der Haushalt wählt unter Beschränkungen, die Unternehmung rechnet mit Kosten, die mit der Menge steigen oder fallen, der Wettbewerbspreis räumt den Markt, das Monopol hält die Menge zurück. Das klingt nach Marshall, und Marshall steht im Hintergrund. Der Ton ist jedoch der der Nachkriegs-Chicagoer Schule: knapp, empirisch anspruchsvoll, misstrauisch gegen Begriffe, die sich nicht an Zahlen reiben lassen. Oligopol, Kartell und Fusion erscheinen nicht als moralische Skandale, sondern als Lagen, in denen wenige Anbieter voneinander abhängen und die Theorie schwieriger wird, ohne deshalb in Erzählung umzuschlagen. Stigler zwingt den Leser, Elastizitäten, Renten und Faktorpreise durchzurechnen. Thomas Sowell, selbst Schüler, hat das Buch später das am wenigsten lesbare genannt, das Stigler je geschrieben habe: nicht weil der Satz verworren wäre, sondern weil jeder Gedanke verdichtet ist, bis das Nachdenken länger dauert als das Blättern.
Die späteren Auflagen holen nach, was Stigler in Aufsätzen berühmt gemacht hat. Die Ökonomie der Information – 1961 zuerst als Essay – tritt ins Lehrbuch: Preise sind nicht kostenlos bekannt, Suchen lohnt sich bis zu einem Punkt, Streuung bleibt, weil Unwissen teuer ist. Das ist keine Fußnote zur reinen Lehre, sondern die Auskunft, warum Märkte unordentlich aussehen und trotzdem funktionieren können. Die Regulierung, die Stigler 1971 politisch zugespitzt hat, steht im Lehrbuch nüchterner: Staat und Wirtschaft als Kapitel, nicht als Predigt. Die Pointe der späteren These, dass Regulierung oft den Regulierten nützt, die den Staat einfangen, gehört neben das Buch, nicht in jede seiner Seiten. Ronald H. Coase hat festgehalten, gerade deshalb sei das Lehrbuch nicht der Ort von Stiglers Entdeckungen gewesen. Es bleibt das Werkzeug, ohne das jene Aufsätze in der Luft hingen.
Gegen die ältere Institutionenkritik, die den Preis für eine Abstraktion hielt, setzt Stigler die Behauptung, ohne Preistheorie wisse man nicht, worüber man spreche, wenn man Macht, Ausbeutung oder Gemeinwohl sage. Gegen eine reine Modellästhetik setzt er die Bindung an beobachtbare Märkte: die billigste ausreichende Ernährung, Industriepreise, die Größe von Firmen. Die Kritik hat die Verdichtung unerbittlich und die Lehre, die nur beschreiben will, zu siegesgewiss gefunden; wer Verteilung und Herrschaft zuerst denken will, findet hier wenig Trost. Geblieben ist ein Seminartext, der weniger zitiert wird als Milton Friedmans Streitschrift und wirksamer war, weil er das Handwerk setzte, mit dem Chicago später Regulierung, Information und Industrieökonomik angriff. Die vierte Auflage von 1987, noch zu Lebzeiten, hat den Kanon der Kapitel festgeschrieben, vom Haushalt bis zum Staat.
Einordnung
Ohne dieses Buch bleibt die Chicagoer Schule eine Reihe von Aufsätzen und politischen Sätzen, deren gemeinsames Handwerk unsichtbar wäre. Neben Knights Risk, Uncertainty, and Profit – der Philosophie der Ungewissheit – und Friedmans Kapitalismus und Freiheit steht Stigler als der, der Preise ernst nimmt, bevor er den Staat tadelt. Coases Die Natur der Unternehmung fragt, warum es Firmen gibt; Stigler fragt, wie sie und die Märkte um sie herum rechnen. Die Industrieökonomik und die ökonomische Theorie der Politik haben seine späteren Essays kanonisiert. Das Lehrbuch ist die unspektakuläre Voraussetzung: Wer nach 1946 in Chicago Preise lernte, lernte sie in dieser Dichte, auch wo er Stiglers Politik nicht teilte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
