Romeo und Julia

William Shakespeare · 1597 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Romeo und Julia
Autor(en): William Shakespeare
Originaltitel: An Excellent conceited Tragedie of Romeo and Juliet
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1597
Schlagwörter: Liebe, Verona, Fehde, Gift
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 136 Seiten
ISBN: 9783150000052
Verweise


Romeo und Julia ist die Tragödie von William Shakespeare, um 1595 entstanden, 1597 zuerst gedruckt. Zwei Kinder verfeindeter Häuser in Verona lieben sich und sterben an der Fehde, die älter ist als sie. Shakespeare hat die Novelle von Arthur Brooke genommen und daraus das Stück gemacht, in dem die Liebe schneller ist als die Vernunft und die Uhr gnadenlos. Neben Hamlet ist es das bekannteste: nicht weil es das tiefste wäre, sondern weil es den Satz liefert, mit dem man eine Liebe nennt, die die Familien nicht wollen.

Inhalt

Die Capulets und die Montagues schlagen sich auf der Straße, der Prinz droht mit dem Tod. Romeo, ein Montague, trauert um Rosaline und geht maskiert zum Fest der Capulets, wo er Julia sieht, dreizehn Jahre alt, und die Trauer vergisst. Sie sprechen im Sonett, küssen sich, und merken zu spät die Namen. Auf dem Balkon, in der Nacht, tauschen sie den Eid; der Mönch Lorenzo traut sie heimlich, in der Hoffnung, die Häuser zu versöhnen. Tybalt, Julias Vetter, sucht den Streit; Romeo weigert sich, den neuen Verwandten zu schlagen; Mercutio tritt dazwischen und fällt. Romeo rächt den Freund, tötet Tybalt und wird verbannt. Die Handlung hat vom Fest bis zur Verbannung kaum Zeit zum Atemholen.

Julia soll den Grafen Paris heiraten. Lorenzo gibt ihr ein Mittel, das den Scheintod für zweiundvierzig Stunden vortäuscht; Romeo soll in der Gruft warten. Der Bote erreicht ihn nicht. Romeo hört, Julia sei tot, kauft Gift in Mantua und geht nach Verona, um zu sterben. An der Gruft erschlägt er Paris, trinkt, und stirbt neben der Schlafenden. Julia erwacht, sieht ihn, und fällt in sein Messer. Shakespeare hat die Uhr gegen die Liebenden gestellt: eine Nacht der Trauung, ein Tag der Verbannung, eine Nacht der Gruft. Die Amme, der Mönch, Mercutios Witz – sie füllen die Zeit, die den beiden nicht gehört.

Am Ende stehen die Väter an den Leichen und reichen sich die Hände, zu spät. Der Prinz zählt die Toten: Mercutio, Tybalt, Paris, Romeo, Julia, und die Fehde, die sie gefordert hat. Die Versöhnung ist kein Trost, nur das Ende der Rechnung. Shakespeare lässt niemanden recht haben: nicht die Eltern, die die Kinder als Eigentum der Häuser behandeln, nicht Lorenzo, der mit Gift und List die Politik machen wollte, nicht die Liebenden, die in fünf Tagen eine Ehe und zwei Tode unterbringen. Das Stück ist schnell, die Verse sind hell, der Schluss ist dunkel. Wer nur die Balkonrede behält, hat die Gruft nicht betreten.

Einordnung

Das Personal ist sprichwörtlich geworden, bevor man das Stück gelesen hat: Balkon, Gift, die feindlichen Namen. Die Romantik hat die beiden zu Heiligen der Empfindung gemacht; die Bühne hat oft die Fehde weichgespült und die Liebe vergrößert. Shakespeare schreibt beides: die Fehde als städtische Gewohnheit, die Liebe als Übereilung, die ohne den Hass der Häuser nicht diese Form hätte. Gegen Hamlet, der fragt, ist dies das Stück, das nicht fragt: Es handelt und stirbt. Die deutschen Übersetzungen von Schlegel haben den Ton festgesetzt, in dem man hierzulande Romeo sagt, wenn man Julia meint. Wer nach diesem Stück über eine Liebe spricht, die die Familie verbietet, spricht hinter Verona; wer es für ein Jugendbuch von zwei Unschuldigen hält, hat Tybalts Blut auf der Straße nicht gesehen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.

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