Tratschkes Lexikon für Besserwisser. Dichtung und Wahrheit in der Weltgeschichte
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Tratschkes Lexikon für Besserwisser. Dichtung und Wahrheit in der Weltgeschichte |
| Autor(en): | Gerhard Prause
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1984 |
| Schlagwörter: | Weltgeschichte, Anekdote, Rätsel, Bildung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Nymphenburger
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| Umfang dieser Ausgabe: | 205 Seiten |
| ISBN: | 9783485004619 |
| Verweise | |
Tratschkes Lexikon für Besserwisser. Dichtung und Wahrheit in der Weltgeschichte ist das 1984 bei Nymphenburger in München erschienene Sachbuch von Gerhard Prause. Tratschke ist die Maske der Zeit-Rätselserie »Tratschke fragt: Wer war’s?«, der Name ein Echo auf Heinrich von Treitschke, der dem Bildungsbürgertum als Inbegriff des Jahreszahlenwissens galt. Prause, der 1966 mit Niemand hat Kolumbus ausgelacht. Fälschungen und Legenden der Geschichte richtiggestellt die Schullegende geprüft hatte, legt hier das Alphabet der Besserwisserei vor: Dichtung und Wahrheit in der Weltgeschichte, zum Nachschlagen, nicht zum Erraten. dtv hat 1986 und später Taschenausgaben gehalten.
Inhalt
Prause schreibt gegen das Wissen, das als Jahreszahl glänzt und als Szene falsch ist. Tratschke ist nicht der preußische Historiker, sondern der freundliche Prüfer, der den Leser nicht demütigt, indem er ihn auflaufen lässt, sondern indem er die schöne Geschichte neben die belegte stellt. Die Artikel sind kürzer als in Kolumbus-Band, näher an der Kolumne, und sie trennen die Anekdote, die die Nachwelt braucht, von dem, was sich halten lässt. Wer war’s? – die Serie lebte von der Person; das Lexikon lebt vom Stichwort. Goethe hätte Dichtung und Wahrheit gesagt; Prause leiht den Doppeltitel und meint die Weltgeschichte als Stoff, den man falsch erzählt, weil er besser klingt.
Die Sammlung ist das Hausbuch zur Zeit-Serie, nicht deren Ersatz. Gegenposition ist jede Fachgeschichte, die denselben Stoff ohne Maske treibt, und jede Ratespielfreude, die die Jahreszahl als Bildung ausgibt. Prause bleibt Journalist der Prüfung. Wer nur die Pointe auf Treitschke sucht, findet den Namen und verfehlt die Einträge, in denen eine Szene wirklich aufgerollt wird. Wer nur das Rätsel will, verfehlt, dass das Lexikon die Auflösung schon gedruckt hat. Die dtv-Ausgabe von 166 Seiten hat verdichtet; der Nymphenburger Band von 1984 bleibt die gebundene Erstgestalt.
Unsicher wird Tratschke, wo die Besserwisserei zum Selbstzweck wird und der Witz die Beleglage trägt. Ein Lexikon für Besserwisser lädt zum Missbrauch ein: man glänzt, statt zu prüfen. Wer das Buch so liest, hat die Maske wörtlich genommen. Wer nur die Entlarvung will, unterschlägt, dass Prause die große Geschichte voraussetzt, deren Klatsch er kürzt. Neben Hertslets Treppenwitz bleibt dies der bundesrepublikanische, zeitungsgestützte Verwandte.
Einordnung
Prause hat der Zeit-Leserschaft ein Lexikon gegeben, das die Rätselkolumne überlebt, weil es die Auflösung festhalten will. Der Band steht zwischen Treppenwitz und den Irrtumslexika der neunziger Jahre und bleibt der höflichere Ton: Besserwisser, nicht Entlarver. Wer nach Tratschke eine weltgeschichtliche Szene hört, darf nach der Dichtung fragen. Hamburg schrieb; München band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
